Zurückschwappendes Giralgeld... :-)

Hochtaunus, Montag, 13.04.2015, 09:01 (vor 3927 Tagen) @ BerndBorchert14480 Views

1. Nicht alle Staatsschulden werden durch Staatsanleihen finanziert. Es
gib sehr viele andere "Instrumente". Wie hoch deren Anteil ist, habe ich
nicht näher untersucht. Aber es dürfte nicht unerheblich sein.


Sind diese Instrumente nicht auch letztendlich Schuldscheine in Euro?

Jein. Zumindest nur zum Teil "Schuldscheine", die als Sicherheit bei der Zentralbank hinterlegungsfähig sind. Z.B. im Fall, wenn der Staat Rechnungen von Lieferanten verspätet bezahlt und damit Schulden aufbaut.

2. Das Zentralbankgeld, also M0 bzw. die "Geldbasis" enthält auch
Guthaben der Kreditinstitute bei der Zentralbank. Diese sind aktuell

durch

die negativen Zinsen und weitere Maßnahmen zwar auf ca. 275 Mrd.

gedrückt

worden. Mitte 2012 gab es aber einen Peak bei über 1,1 Billionen!


das passt ja mit meinen Zahlen.

Diese
Einlagen waren und sind unbesichert.


Das verstehe ich nicht. Nach meiner Vorstellubg, siehe mein
Ausgangsposting, müssen diese ZB-Geld Guthaben 1-zu-1 mit Staatsanleihen
hinterlegt werden.

Dies wäre dann nicht mehr der Fall, wenn Teile des durch Geschäftsbanken geschöpften Giralgelds in die Zentralbank "zurückschwappen" und diese Teile betragsmäßig die ursprünglich durch Staatsanleihen oder sonstige Besicherungen ausgereichten Kredite der Zentralbank an die Geschäftsbanken übersteigen. Für die Zentralbank eine unangenehme Situation, die sogar dazu führen kann, dass ihr Eigenkapital negativ wird. Deswegen ja die Anstrengungen, mit negativen Zinsen die Einlagen wieder los zu werden.


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