Kinder auf die Straße!

Hinterbänkler, Schweiz - tief im Emmental, Sonntag, 31.05.2015, 16:54 (vor 3882 Tagen) @ nemo12059 Views

Man muss sich mal darauf besinnen, was ein Kindergarten eigentlich ist.
Erst mit dem Beginn des Zeitalters der Industrialisierung, in dem Menschen

gezwungen waren ihre Arbeitskraft an die Industrie zu verkaufen, wurde
es notwendig für den Verbleib der Kinder zu sorgen.

Hallo nemo,

ich bin mir nicht sicher, ob Deine Analyse stimmt. Meiner Meinung nach ist der Kindergarten Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Bedürfnis nach 'Pädagogik' entstanden und hat sich wohl zuerst der Mittelschicht angedient.

Wikipedia über Friedrich Fröbel: Für ihn sollte das Kind im Kinder-Garten wie eine Pflanze gepflegt und gehegt werden. Ursprünglich sollte die Einrichtung für Kinder von ca. 2 bis 7 Jahren eine Anschauungsstätte für Mütter sein, denen Friedrich Fröbel die entscheidende Bedeutung in der Kindererziehung zusprach, um diesen die Handhabung mit den von dem Pädagogen entwickelten Beschäftigungsmittel und Spielgaben aufzuzeigen. Allgemein sollten vom Kindergarten positive Impulse in die Familie ausstrahlen.

Die Kinder der Proletarier waren der gesellschaftlich an Bedeutung wachsenden bürgerlichen Schicht mehr oder weniger gleichgültig. Die konnten die überforderten proletarischen Eltern damals noch problemlos auf der Straße sich selbst überlassen...

...und hätten nach Deiner und anderer hier vertretenen Meinungen weniger Schaden erfahren als die pädagogische Betreuung[[zwinker]]

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'


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