Wenn etwas nicht DEINER Meinung entspricht, heißt es nicht, dass es falsch ist :-)
Hallo Silberengel,
wenn ich so Deinen
Beitrag
lese, klingen Deine Worte intellektuell, informiert, alles in Betracht
ziehend und damit ausgeglichen. Einziges Problem: Es ist so gut wie alles
falsch.
Hallo
Es mag ja ein „Problem" für Dich sein, für mich nicht. Nicht alles was nicht Deiner Meinung entspricht, ist falsch. Es ist für DICH falsch, dem stimme ich zu.
Entweder Du hast Reich nicht ausreichend studiert oder Du hast ihn nicht
verstanden.
W. Reich kam gar nicht vor in meinem verlinkten Beitrag, auf welchen Du Dich ja beziehst, in dem angeblich alles falsch wäre.
Reich wollte die sexuelle Entwicklung der Kinder von den
moralischen, ethischen, religiösen, kulturellen und politischen
charakterlichen Haltungen der Eltern, Erzieher und Ärzte befreien, rein
aus sexualhygienischen Erwägungen. Er wollte, dass sich die Sexualität
auf natürliche Weise, also nach biologischen und nicht nach politischen
Gesetzmäßigkeiten entwickeln kann.
Das will die BZgA auch. Eine „sexualfreundliche, körper- und sinnesfrohe" Erziehung von Kindern, welche Erzieher und Eltern vermitteln sollen.
Zudem leben wir in einer Gesellschaft der Vielfalt, die nun mal da ist, und Eltern und Erzieher die Kinder angemessen begleiten müssen. Dazu gehört auch die Sexualpädagogik.
Sexualität ist eine Lebensenergie, die Menschen von der Geburt bis zum Tod begleitet. Sexualfreundliche Erziehung zielt dabei aber auf Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Partnerverantwortung.
Ein Zeichen einer gesunden psychosexuellen Entwicklung des Kindes ist von Anfang an die lustvolle Erkundung aller Teile des Körpers, (ohne die genitale Fixierung vieler Erwachsener!). Sexualpädagogik stößt die Wahrnehmung eigener Grenzen an und lässt Übereinstimmung von Verstand und Gefühl im Kontakt entstehen, lässt die Autonomie wachsen und verhilft eigene und fremde Scham sowie Abgrenzung zu respektieren.
Mit liberaler, polymorph-perverser Aufklärung im Sinne des BZgA und Marcuses, bei der die >heterosexuelle, genitale Sexualität auf eine Möglichkeit unter vielen seine Sexualität "auszuleben" >degradiert ist, hat das Ganze selbstverständlich nichts zu tun.
Das ist nicht im Sinne des BZgA.
Es geht um Respekt vor dem Anderssein und dem reflektierten Umgehen mit Vielfalt, um Diskriminierung vorzubeugen.
Du versuchst hier anscheinend DEINE Wahrheit und Ansicht allerdings in sinnentstellender Weise hineinzuinterpretieren.
Tatsächlich haben die
Katholiken recht: Die liberal-perverse "Aufklärung" ist darauf
ausgerichtet die Kinder und Jugendlichen in bestimmte unnatürliche
Richtungen zu drängen,...
Die Katholiken hatten ja schon immer Recht und waren die obersten verkrusteten Moralhüter.
Da kann auch schon mal dahin führen.
Dann erkläre mal mit wissenschaftlichen und empirisch belegten Fakten, wie Kinder in unnatürliche Richtungen gedrängt werden. Gibt es da statistische Untersuchungen? Das ist doch völliger Humbug. Kinder erleben sowieso ihre Umwelt der Vielfalt, weil sie mit dieser überall in Kontakt kommen. Es geht darum, sie reflektiert und spielerisch darauf vorzubereiten.
...die, wenn man die empirischen
Fakten sprechen lässt, mit Psychopathologie einhergehen.
So sucht sich dann jeder SEINE speziellen Fakten heraus, um seine Ansicht zu untermauern.
Wir darüber auch aufgeklärt? Nein.
Jetzt hast Du mich über DEINE Ansicht aufgeklärt. Ich nehme es respektierlich zur Kenntnis.
Hat mich aber nicht überzeugt, nun meinen Standpunkt zu ändern.
Von der Rolle der Liebe in dieser Art von
Aufklärung will ich gar nicht erst anfangen. Ein relativistisches
Verbrechen an den Kindern.
Na wenn die katholische Kirche das sagt.
Lasst doch endlich mal Eure Finger von ihnen und
klärt Euch zunächst erstmal selber über Eure ganz persönliche Neurose
auf!
Vielleicht ist ja in Dir eine unverarbeitete Neurose, welche Du hier auf andere projizieren willst? Nur so ein Gedanke
Gruß
RogRog
Sonnige und vielfältige Grüße