Die ganze heutige Pornokultur ist auch ein Produkt der Verdrängung, ein Produkt der jüdisch-christlichen Religion

Silberengel, Donnerstag, 28.05.2015, 16:25 (vor 3884 Tagen) @ nemo13095 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.05.2015, 16:37

Der Sexualitätsbegriff ist aber in der Pädagogik viel weiter gefasst,
und schließt auch den Umgang mit Nacktheit, Scham, der streicheln,
schmusen, küssen, Doktorspielen, den Ausdruck von Gefühlen,

Freundschaft

etc. mit ein. Alles Themen, die Kinder beschäftigen und nicht

tabuisiert

werden sollten. Das wurde früher gemacht und dementsprechend viele
„Psychopathen" und „Seelenkrüppel" bzw. Menschen mit sexuellen
Störungen hat die Gesellschaft ja auch hervorgebracht, gerade WEIL das
Thema Körper und Sexualität immer Tabu war.


Wenn Du den Lesern in jeder zweiten Nachricht empfiehlst, sich mit den
Methoden der Sexualpädagogik auseinanderzusetzen, dann bedeutet das nichts
anderes, als dass Du hier keine eigenen Gedanken und Beobachtungen einbringst,
sondern eine Lehrmeinung vertrittst.

Könnte ich jetzt umgekehrt genauso behaupten: Deine Kritik waren alles nur Pauschalisierungen ohne Bezug zur allgemeinen Praxis.
Zum Beispiel:
[...] Und gerade in der wichtigsten Lernphase des
Lebens werden Kinder nun dazu gebracht, sich mit ihrer unausgereiften
Sexualität zu beschäftigen[...]

Das ist völlig praxisfern. Kinder beschäftigen sich von selbst mit ihrer Sexualität. Du hast den Begriff Sexualität immer noch nicht ganzheitlich erfasst und reduzierst ihn immer noch auf die Genitalien. Du kommst offensichtlich aus Deinem (mit Vorurteil behafteten) Denkgefängnis nicht heraus.

Ich vertrete nicht nur eine Lehrmeinung sondern spreche aus Erfahrungen, da ich schon in verschiedenen Einrichtungen gearbeitet habe und auch mit Eltern und Erziehern in Kontakt bin/war.
Von daher kann ich Deine Kritik kaum nachvollziehen.

Zitat[...] Dies ist wiederum Teil eines gesamtgesellschaftlichen Phänomens. Wir alle
werden pausenlos mit völlig sinnlosen und nutzlosen Dingen beschäftigt
und zugeschüttet.[...] Also mit Dingen, die sie noch nicht verstehen
können und die gar nicht anstehen.

Hier machst Du ebenfalls einen unzulässigen beliebigen Vergleich.
Die Schule ist aber dafür da, mit den Schülern/Kindern die vielfältige Umwelt zu reflektieren und zu erklären. Sie werden nicht belastet sondern geschützt und „resilienter" gemacht.
Wie gesagt, tragen die Schüler die Themen heran bei der Sexualpädagogik bzw. die Kinder stellen die Fragen, da wird ergo überhaupt nichts aufgezwungen.

Wenn da vereinzelt irgendwelche Lehrer und übereifrige Sexualpädagogen die Grenzen überschritten haben, sollte man das wie gesagt nicht pauschalisieren und sich nun ständig auf diese Einzelanekdoten versteifen, welche die MSM verbreiten. Ich habe zwar keine Kinder im Schulalter, spreche aber wie gesagt mit Eltern, und die sehen das halt weniger dramatisch. Dass z. B. ein Puff aufgebaut und nachgespielt wird, oder Jugendliche gezwungen werden, über ihre bevorzugten Sexualpraktiken zu sprechen u. ä. sind alles Einzelbeispiele und Ausrutscher und sind nicht repräsentativ für die gesamte Sexualpädagogik.

Du kannst auch einfach nicht von dem „Zuschütten" loslassen. Das hat sich so tief eingebrannt bei Dir, dass ein differenzierter Blick nicht mehr möglich ist.

Das gipfelt nun darin, dass Du erklärst,
dass Kinder in einem verwirrenden Lebensumfeld aufwachsen und deswegen
Sexualpädagogik brauchen.

Richtig. Das „verwirrende" Lebensumfeld ist überall präsent, vor allem im TV und Internet
(iphones, PC) oder wird durch Peers herangetragen.
Verwirren heißt immer, das alt bekanntes in Frage gestellt wird bzw. etwas fremdes auf die Kinder zukommt, welches sie verarbeiten müssen.

Das andere Nonsens Argument war,....

Das mag ja in deiner eingeengten Sichtweise Nonsense sein, sachlich begründen kannst Du es aber nicht.
Ansonsten müsstest Du beweisen, dass die ganze Sexualisierung der Gesellschaft, welche schon längst stattgefunden hat, kausal von der Sexualpädagogik ausgeht. Das wird Dir schwerlich gelingen.

dass Kinder ihre Sexualität – die sie
noch gar nicht entwickelt haben... –

Auch das ist falsch, da die Entwicklung von Anfang an stattfindet. Bitte hier einschlägige Literatur in Entwicklungspsychologie nachlesen.
Du reduzierst Dich hier wieder nur auf die genitale Geschlechtsreife. Und obwohl ich Dich schon mehrfach darauf hingewiesen habe, wiederholst Du es erneut.

Sexualpädagogik findet immer altersangemessen statt, wobei die Kinder (verbal oder nonverbal) die Fragen stellen. Wie schon gesagt, einfach mal in einer Kita oder Schule hospitieren. Da wird nichts aufgedrängt. Kinder sind aber besonders dann peinlich berührt, wenn das Thema auch zu Hause schon restriktiv und „verklemmt" behandelt wurde.

nicht verdrängen sollen. Und das bei 3 bis 10-jährigen,
die vollkommen ohne Scham nackt herum laufen und noch gar keine Tabus
kennen.

Ab einem bestimmten Alter (individuell verschieden), entwickeln Kinder ein
Scham (eine Abgrenzung zur störenden Umwelt/zum Anderen), um ihr „Selbstkonzept" zu schützen. Scham entsteht aber, wenn wir bestimmte Konflikte mit der Umwelt nicht lösen können wegen Bestrafung/Bewertung durch die (kulturelle) Umwelt.
Es geht immer um den Konflikt mit sich und der Außenwelt.

Das kannst Du auch an Dir selbst feststellen.

(vgl. dazu auch „Körperscham und Ekel: wesentlich menschliche Gefühle" -v. Christine Pernlochner-Kügler).

In Afrika gibt es genug Stämme, wo die Kinder bis 12 Jahre heute noch vollkommen nackt rumlaufen, weil sie es nicht anders kennen. In alten Kulturen ( z. B. der ägyptischen) war es ebenso.
Oder einfach mal in Spaßbäder oder an einen Nacktbadestrand oder See gehen.
Da laufen Erwachsene und Kinder ganz selbstverständlich nackt herum. Von traumatisierten Kindern keine Spur.

Die ganze Pornokultur ist auch ein Produkt der Verdrängung, indem den Kindern kulturell schon in übertriebener Weise Scham aufgezwungen wird, was sie dann am Internet kompensieren.

Das ist auch ein Produkt der ganzen restriktiven hebräisch-christlichen Religion.
(vgl. den Anthropologen Peter Der Manuelian: „Egypt: The World of the Pharaohs").

Nun wird von den Fachleuten postuliert, dass aus Kindern, die nicht
sexualpädagogisch betreut werden, seelische Krüppel entstehen.

Wo habe ich das behauptet? Ich habe gesagt, durch die ständige Tabuisierung – was Teil unserer Kultur ist – und durch Vernachlässigung und Verdrängung unserer Entwicklung der Sexualität* Neurosen und „Seelenkrüppel" entstehen können (nicht müssen). Ein Teil kann das auch „sublimieren".
Bitte nicht meine Aussagen verwässern oder verdrehen. Die ganze Pornoindustrie und deren vielzähligen Konsumenten und die Instrumentalisierung von Sex bzw. die bloße Reduzierung auf den Geschlechtsverkehr zeigt das doch. Sexualpädagogik „drückt nichts auf", sondern begleitet die Kinder und Jugendlichen in ihrer sexuellen Entwicklung und bei ihren Fragestellungen.


* Wobei hier unter Sexualität nicht der Geschlechtsverkehr gemeint ist, was Du mir unterschwellig laufend unterzuschieben versuchst, indem du Sexualität immer wieder nur auf die genitale Geschlechtsreife reduzierst Dazu hatte ich Dir diese Seite verlinkt, wo das richtiggestellt und näher beschrieben wird, was Du natürlich bewusst ignoriert hast, weil es nicht in Dein Weltbild passt.

Zitat:
Kindliche Sexualität hat nichts mit der Sexualität von Erwachsenen zu tun, die vornehmlich auf die genitalen Reize konzentriert ist. Kindliche Sexualität erfahren Babies und Kleinkinder mit allen Sinnen und mit der instinktiven und spontanen Lust auf körperliches Wohlgefühl. Sie können noch nicht zwischen Zärtlichkeit, Schmusen und genitaler Sexualität unterscheiden. Sie sind noch weit entfernt von gesellschaftlichen Sexualnormen und haben zunächst noch kein Schamgefühl.

Kindliche Sexualität bedeutet für das Kind, schöne Gefühle zu erfahren, aber nicht die Zuneigung zu einem anderen Menschen auszudrücken. Es ist in seinem sexuellen Handeln daher egozentrisch.

Kindliche Sexualität ist also an sich nichts Verwerfliches, Anstößiges oder gar Problematisches, sondern vielmehr ein normaler Teil der sexuellen Entwicklung eines Menschen

Und hier setzt auch die Sexualpädagogik an, die diese Entwicklung auf natürliche Weise unterstützt. Solche Kinder, die eine natürliche Unterstützung erfahren haben, und damit ein gesundes Körperbewusstsein erfahren haben, ohne sich für ihre Gefühle schämen zu müssen, sind seelisch einfach ausgeglichener.

Das hat Prinzip – und jeder der nicht ganz auf den Kopf gefallen ist und
noch selber denken kann, der versteht es.

Nein, Wer NICHT Denken kann, versteht es. Ich sehe hier keine Denkprozesse bei Dir sondern nur stumpfes Wiederholen Deiner Vorurteile und undifferenzierten Pauschalisierungen. Sorry, dass ich das so direkt sagen muss, aber es stimmt, und wenn Du ein wenig selbst reflektierst, wird Dir das ebenfalls auffallen.

Es gibt keinen Grund, dass Experten und sogenannte
Fachleute Lösungen für etwas finden, für das es kein Problem gibt.

Doch es gibt Probleme. Jede Vielfalt in der Gesellschaft stellt für Kinder u. Jugendliche ein Problem eine Zumutung dar und wirft Fragen auf und führt ständig zu Identitätskrisen.
Hier braucht es eine pädagogische Begleitung, weil viele Eltern damit überfordert sind.
Es geht hier wie gesagt darum, die Umwelt zu reflektieren/zu verarbeiten und nicht etwas Neues aufzudrängen.

Jede Einmischung in das Leben anderer ist eine Beschränkung und ein Eingriff in die
Freiheit des Menschen.

Was sollen diese Allgemeinplätze? In jedem Kollektiv gibt es Eingriffe und Beschränkungen der Individualität. Dann könnte man auch die gesamte staatliche Schulpflicht anzweifeln etc. und wir überlassen die (sexuelle) Pädagogik nur noch den Eltern.
Du vergisst, dass der meiste „Schaden" von den Elternhäusern ausgeht und nicht von den Schulen.

Egal ob mit oder ohne fachpädagogische Expertise.
Sollen sich die Fachleute und Experten doch darauf beschränken in
Problemfällen Lösungen anzubieten,

Genau das tun sie. Das Gegenteil konntest Du noch nicht untermauern.
Du beschränkst dich hier lediglich auf ein paar wenige übereifrige Sexualpädagogen, die ich schon nannte.

Sonnige Grüße


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