Erziehungsmodelle

nemo, Sonntag, 31.05.2015, 16:25 (vor 3881 Tagen) @ Tünnes12219 Views
bearbeitet von nemo, Sonntag, 31.05.2015, 17:22

Man muss sich mal darauf besinnen, was ein Kindergarten eigentlich ist.
Erst mit dem Beginn des Zeitalters der Industrialisierung, in dem Menschen
gezwungen waren ihre Arbeitskraft an die Industrie zu verkaufen, wurde
es notwendig, für den Verbleib der Kinder zu sorgen. Davor waren Kinder
einfach Bestandteil des Haushalts und es war immer jemand da, der für
sie sorgte. Inzwischen ist nun die Mehrzahl aller Frauen ebenfalls berufstätig
und muss in der Leistungsgesellschaft mitstrampeln.

Die Lösung war also, eine Einrichtung zur Verwahrung der Kinder während
der Abwesenheit der Eltern zu schaffen. Dann hat man sich Gedanken darüber
gemacht, wie man die Kinder sinnvoller Weise beschäftigt. Und dann kamen
die Kinderpädagogen, die nun den neu entstandenen sozialen Raum betreuen.

Inzwischen wird das Kind nicht nur betreut, sondern eine ganze Zunft entwirft
nun permanent Erziehungsmodelle.

Es geht nun nicht mehr nur darum, wie man ein sinnvolles Miteinander im
Kindergarten gestaltet und wie Kinder am besten gefördert werden, sondern
man will dort den neuen verbesserten Menschen erschaffen, so wie er nach
der Vorstellung der Sozial-Pädagogen sein sollte.

Dafür gibt es jetzt Sammelbände und Abhandlungen über psycho-sexuelle
Begleitung, die darauf abzielen, Kinder von Problemen zu befreien, die sie
nicht haben und vielleicht auch nie haben werden. Dazu konstruiert man
familiäre und gesellschaftliche Konflikte, die beim Kind nun von vorne
herein optimiert werden müssen.

Wir sollten die Industrialisierung den Robotern überlassen und
die Kinder wieder in die Familien integrieren.

Gruß
nemo


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