Sexualität ist nicht nur genitalbezogen
Wir kann aber etwas „sexualisiert" werden, was es schon längst von
Natur aus ist?
Das ist einfach Unsinn. Die Sexualität entwickelt sich mit dem
heranwachsenden Kind.
Bevor ein Mensch jedoch geschlechtsreif wird, gibt es andere Prioritäten.
Hallo
Sexualität ist nicht nur genitalbezogen, und das ging aus meinem Beitrag doch hervor.
Es gibt keine Prioritäten. Alles was das Kind angeht, ist für das Kind Priorität in ihrem Selbstbildungsprozess, welchen die Erzieher in Kooperation mit den Eltern und Wissenschaftlern begleiten und reflektieren.
„Das gute, unschuldige, asexuelle Wesen
Wenn wir Kinder beobachten, dann tun wir das nie unvoreingenommen. Vielmehr werden unsere Wahrnehmungen immer durch unsere Vorstellungen bzw. Meinungen gefiltert. Ein besonders wirksamer Filter ist die in unserer Gesellschaft über Generationen hinweg tradierte Kennzeichnung des Kindes (vor der Geschlechtsreife). Nach diesem althergebrachten “Kindbild†(man spricht auch vom “Kindermythos†) sind junge Kinder “gute†, “reine†bzw. “unschuldige†– was insbesondere heißt: “asexuelle†– Wesen (vgl. z.B. Oelkers 1996).
https://www.familienhandbuch.de/kindertagesbetreuung/erziehung-im-kindergarten/sexualit...
Dass man das
überhaupt noch thematisieren muss, ist schon traurig.
Wieso traurig? Sexualität ist doch nichts trauriges.
Es geht natürlich um die
Entwicklung der Persönlichkeit – denn die Sexualität entwickelt sich
von selbst und diese Erfahrungen werden genau dann gemacht, wenn der heranwachsende
Mensch die Erfahrung sucht und bereit dafür ist.
Kinder suchen laufend die Erfahrungen. (Kuscheln, Zeigelust, lustvolles Spielen an ihren Genitalien, Doktorspiele etc.).
Und Erzieher müssen diese Entwicklung angemessen begleiten. Hatte ich doch alles geschrieben. Ich sehe hier keinen Widerspruch.
Nun könnte man von einem psychologischen/pädagogischen Standpunkt aus
etwas ganz anderes tun, nämlich die Entwicklung der Gefühle, des
Charakters, des Verstandes und der Persönlichkeit fördern. Diese Dinge wären
relevant für ein Kind. Aber warum will man nun Kleinkinder dazu erziehen, an ihren
Genitalien herumzuspielen?
Wie kommst DU denn darauf? Das machen die von selbst, dazu braucht man sie nicht zu erziehen.
Erziehung bzw. frühkindliche Bildung ist immer ganzheitlich angelegt. Da wird nichts aufgedrängt.Es wird lediglich nicht VERdrängt. Bitte diesen kleinen Unterschied zu beachten
Kluge Sexualerziehung vermittelt Kindern vielmehr von Geburt an eine positive Einstellung zum eigenen Körper. Kuscheln, Kitzeln, Schmusen, Geborgenheit, Vertrauen und schöne sinnliche Erlebnisse – wenn Kinder all das erleben, haben sie gute Chancen, sich zu einem beziehungs- und liebesfähigen Menschen zu entwickeln.
http://www.familie.de/kind/kinder-entdecken-ihren-koerper-511502.html
Diese Frage ist doch mal interessant.
Finde ich nicht so interessant, da falsche Frage.
Die Entwicklung des Bewusstseins hat immer die höchste Priorität. Aber
ganz besonders trifft das auf Kinder zu, die praktisch alles aufsaugen und
lernen wollen.
D'accord
Anstatt die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen, werden
sie nun mit Dingen beschäftigt, die für sie sinnlos sind, weil sie es
später von alleine entdecken werden.
Sie werden ja unterstützt, indem es gerade NICHT verdrängt wird. Ich werde das Gefühl nicht los, dass es eher die Scham der Erwachsenen ist, die hier in Moral umschlägt und den Zeigefinger erheben lässt ? Oder durch Propaganda und Hetzkampagnen produzierte Ängste.
Und gerade in der wichtigsten Lernphase des
Lebens werden Kinder nun dazu gebracht, sich mit ihrer unausgereiften
Sexualität zu beschäftigen. Also mit Dingen, die sie noch nicht
verstehen können und die gar nicht anstehen.
Nein. Da wird viel demagogischer Unsinn im Internet verbreitet, welcher mit der Realität dann doch eher weniger bis gar nichts zu tun hat.
Dies ist wiederum Teil eines gesamtgesellschaftlichen Phänomens. Wir
alle werden pausenlos mit völlig sinnlosen und nutzlosen Dingen beschäftigt
und zugeschüttet. Angeblich weil wir keine Tabus mehr wollen, werden wir
zu Mülleimern von Ideologen und Experten.
Das sind Angebote für die Erzieher, welche sie nutzen können oder nicht. Bis jetzt habe ich in meinem Umfeld nur positives gehört. Und ich habe schon mit vielen Erziehern und Eltern gesprochen.
Es geht dabei um eine zeitgemäße Sexualpädagogik, wie Kinder geschützt werden und was die Kita tun kann, um Kindern bei den ersten Schritten zu einem sexuell selbstbestimmten Leben zu unterstützen. Warum sollte man diesen wichtigen Teil ausschließen und tabuisieren?
Die Kinder sollen ja angemessen und spielerisch auf die Gesellschaft der Vielfalt vorbereitet werden. Das hat mit Ideologie nichts zu tun.
Eine lebendige Demokratie lebt vom Tabubruch. Nur so ist sie fortschrittlich, wirksam und vor allem eins: wirklich demokratisch
In Wirklichkeit sind es Kontrollinstrumente. Wenn wir Kontrollinstrumente
nicht mehr als das erkennen, was sie sind, dann ist es zu spät.
Gerade nicht. Erziehung ist immer eine kooperierende Gemeinschaftsaufgabe von Wissenschaftlern, Eltern, Trägern und Pädagogen/Einrichtungen. Wer kontrolliert hier wen?
Gruß nemo
Vielfältige Grüße