Generalverdacht
Hallo Zara!
Liest Du eigentlich Deinen eigenen Quark noch oder sprudelst Du einfach so
drauf los – Hauptsache, ich habe mal wieder was gesagt.Rekapitulieren wir nochmals.
Du bist gestartet mit: Jenseits der verstaatlichten Menschheit,
sprich: in gesunder, natürlicher Umgebung, sind Kinder nicht einem
Elternpaar oder gar einem/einer Alleinerziehenden ausgeliefert, sondern
eingebettet in eine Gemeinschaft, in der die Erzeuger nicht wüten können
wie es ihnen beliebt.Daraus ergibt schlicht und ergreifend, daß Kinder bei einem Elternpaar
ungesund aufwachsen. Denn bei „ungesund“ und „wüten“ ist
der Mißbrauch nicht mehr weit.Darauf reagiert ich mit: Das unterstellt den generellen Mißbrauch,
also so wie der „liebe“ Staat alle seine Steuerzahler unter
Generalverdacht stellt ..Und genau das wird ja auch getan, siehe die Traktate von @Silberengel, wo
alle Kinder massiv betreut und aufgeklärt werden müssen, weil die Gefahr
immanent ist.
Deine Argumente glänzen überwiegend durch reduzierende und polemische Sprüche.
Das habe ich zudem hier begründet.
Es geht darum, dass viele Eltern die Erziehungsaufgabe aus systemischen Gründen oder wegen mangelnder Bildung allein nicht mehr erfüllen können und überfordert damit sind.
Das hat @Zara richtig analysiert.
Der Staat mischt sich in Frühpädagogik so gut wie gar nicht mehr ein. Nur bei den schulischen Bildungsplänen herrscht noch Kulturhoheit der Länder allerdings in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat
http://www.kultusportal-bw.de/,Lde/776061
Du antwortest darauf: Nein, tut es nicht. Von generellem Missbrauch
steht nirgends auch nur ein Wort.Nein, aber es schwingt im Text mit, weil das Ungesunde und das
Ausgeliefertsein und das Wüten schon mal die Richtung vorgibt.
Was auch seine Berechtigung hat, wie ich Dir beweisen konnte. Es sei allein nur an die Zeit vor der humanistischen Pädagogik erinnert, wie mit Kindern dort umgegangen wurde in den Familien.
Es gab auch Zeiten, als Kinder von Staaten instrumentalisiert wurden.
Erst die Reformpädagogik hat positive Veränderungen und Bewusstseinswandel hervorgebracht.
Somit ist ein Erziehung heute in großen Teilen ein ko-konstruktiver* und kooperativer Prozess geworden.
*Ko-Konstruktion als pädagogischer Ansatz bedeutet, dass Lernen durch Zusammenarbeit stattfindet. Bildungs- und Lernprozesse werden selbst gestaltet. Erwachsene beziehungsweise Kinder sind als Begleiter, Moderatoren und Anreger mit verantwortlich.
Bildung und Lernen findet im gemeinsamen Austausch aller Beteiligten statt. Dabei ist die Art des Geschehens, die bewusste Beteiligung von Kindern und Erwachsene und ihre Bindung zueinander, von entscheidender Bedeutung. Lernen ist ein Beziehungsgeschehen.
In dieser Hinsicht hat sich viel verändert. Die Richtung ist also klar und geht nicht in Richtung staatliche Autorität. Du phantasierst hier sehr viel zusammen, was auf den ersten Blick überzeugend aussieht, aber einen zweiten oder gar dritten und vierten Blick nicht mehr standhält.
Sonnige Grüße ![[[lach]]](images/smilies/lach.gif)