Es gibt ja eine Menge kritischer Juristen und ehemaliger Staatsgegner

azur, Mittwoch, 18.02.2015, 23:05 (vor 4011 Tagen) @ Silke11111 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 18.02.2015, 23:09

Liebe Silke,

vielen Dank. Es ist gar kein Zweifel, dass das Recht ein Instrument der Macht ist und ohne Macht nicht existent wäre. Wer würde es durchsetzen?

Es gibt ja auch eine Menge kritischer Juristen und schon viel ehemalige Staatsfeinde (allein, für bestimmte geschichtliche Herrschaftssysteme), die das genau wissen.

Und Juristen kennen das alles aus dem öffentlichen Recht. Der Gesetzgeber weiß auch, dass er seine Macht nutzt, um ihm nützliche Regelungen und ihm nütlzliches Handeln anzuordnen. Beamte, die die "öffentliche Ordnung und Sicherheit", "Bestand und Funktionsfähigkeit des Staates und seiner Einrich- tungen"* sichern sollen, gibt es in hoher Zahl.

Auf der anderen Seite bietet es eben mehr: So wie Spielregeln den Ablauf von Spielen regeln sollen, Orientierung bieten und Verstösse sanktionieren sollen, so hat sich ein gewisses Geregeltsein des Umgangs der Menschen als vielfach auch erwünscht erwiesen. Die Menschen schaffen daneben auch Tabus, Moral, Brauchtum und Sitte, die ähnliches Funktionen bieten.

Man erklärt Kindern gern, dass man mit Feuer ein Essen kochen oder ein Haus verbrennen kann.

Das Recht kann auch mehreres.

Aber man darf nie, nie vergessen, dass es ein Machtbastard ist und was man damit alles verheerendes anrichten kann und angerichtet hat.

Liebe Grüße

azur


* absolut gängige Formulierung unter Juristen und entsprechenden Beamten.
Natürlich fassen gerade letztere das auch genau auf, was sie vornehmen. Es ist ihr Job.

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ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.


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