Informationsproblem - ja, das Ziegenproblem hat schon fast was Quantenmechanisches
Hallo Phoenix5
nein, der Kandidat hat sich auch nicht im Geiste für eine Tür
entschieden.Er hat sich eben gar nicht entschieden und hatte ursprünglich 3 Türen
zur Auswahl und jetzt nur noch 2.Du wirst mir sicherlich zustimmen, dass in dem Fall das Chancenverhältnis
von 33% auf 50% wechselt?Da kann man die 50:50 Fraktion schon etwas verstehen. Denn wenn alleine
dadurch, dass der Kandidat eine Wahl trifft, geistig oder verbal, das
Chancenverhältnis bei einem Wechsel auf 66% steigen soll, ist das schon
schwer nachvollziehbar.Aber so sieht man eben auch die Lösung des Problems. Die 66% entstehen
eben nur aus dem Blickwinkel des Kandidaten.
Jeder Dritte, der zum Zeitpunkt, wo nur noch zwischen zwei Türen
ausgewählt werden muss, die Szene betritt und eine Tür wählen soll hat
ein 50:50 Chancenverhältnis.
Das stimmt. Allerdings musst du bedenken, dass du durch deine Wahl ja auch den Moderator in seiner Wahl einschränkst, d.h. er kann die Tür, die du gewählt hast, nicht mehr öffnen (egal ob sich jetzt der Gewinn oder die Ziege dahinter verbirgt) und das ist der Knackpunkt.
Dehne die Geschichte auf 1000 Türen aus. Wenn du KEINE Wahl triffst, kann der Moderator alle Türen öffnen bis auf zwei (eine mit Gewinn, eine mit Ziege). Wenn du erst jetzt die Wahl triffst, hast du eine 50:50-Chance. Triffst du deine Wahl dagegen VORHER, hast du eine Chance von 999:1000, dass du eine Ziegen-Tür erwischt und die MUSS der Moderator aber nun geschlossen lassen, weshalb du durch deinen Wechsel plötzlich eine Chance von 999:1000 auf den Hauptgewinn hast.
Das Ziegenproblem hat schon fast was Quantenmechanisches, wie PPQ in seinem Erleuchtungserlebnis erkannte. Ob es die verborgenen Variablen doch gibt?
Beste Grüße
Phoenix5