Antwort auf StillerLeser und auf Elli
StillerLeser: hm, ja, das ist eine gute Betrachtung: der Spielleiter nimmt einfach eine Nietentür aus dem Spiel, und
danach ist die Wahrscheinlichkeit einfach 1:2 statt, wie vorher, 1:3.
Allerdings... ist dann trotzdem etwas Seltsames da: denn wenn der zweite Teil des Spiels unabhängig vom ersten Teil wäre, also einfach ein Spiel mit 50:50-Chance: so müsste ja die Chance auf den Gewinn nicht nur beim Wechseln der urspünglichen Auswahl 50% sein, sondern auch beim Beibehalten der ursprünglichen Auswahl. Aber es wurde gezeigt, dass beim Beibehalten der ursprünglichen Auswahl die Gewinnchance nur 33 % ist; dies ist also seltsam.
Zum youtube-Erklärungsvideo: dieses sagt, dass bei "Nicht-Beibehalten der ursprünglichen Auswahl" die Gewinnchance 66% wäre, widerspricht also meiner Aussage von 50%.
Ich versuche das Problem zu lösen schlicht durch Simulation, durch Ausprobieren, durch Durchspielen aller möglichen Fälle. Insofern bin ich mir schon ziemlich sicher, daß meine Aussage stimmt: würde man per Zufallsgenerator das Spiel oft genug durchspielen, so sollte wohl eine Gewinnchance von 50% erscheinen. Ich habe das Gefühl, daß der youtube-Erklärer nicht alle Fälle in seine Überlegung einbezieht (aber keine Zeit / Lust, das jetzt im Detail zu überprüfen).
Die Überlegung, ein Szenario mit 100 Türen zu betrachten, finde ich gut; eine Gewinnchance von 99/100 ergibt sich aber natürlich nur, wenn der Spielleiter alle Nietentüren öffnet; öffnet er aber nur 1 von 98 möglichen Nietentüren, so ist die Gewinnchance vermutlich nur 1/98... aber ich habe auch hier jetzt nicht Zeit und Nerv, das auf die Schnelle weiter durchzuüberlegen.
Grüße, Pit