Viele Bewusstseine und Gottes Bewusstsein ..
Hallöchen @Zara
ich lehne mich jetzt ziemlich weit aus dem Fenster:
Ich gehe schwer davon aus, dass Du und der Mond auch unabhängig von meinem Bewusstsein existiert.
Ja, aber das ist nur möglich, weil die Dinge, die sich in deinem Bewusstsein befinden, sich zugleich auch im Gottes Bewusstsein befinden. Und solange es Gott gefällt, werden sie von ihm existenziell (als dessen Bewusstseinsinhalte) aufrecht erhalten. ES kann sogar dafür sorgen, dass Du sie aus deinem Bewusstsein gar nicht verschwinden lassen kannst, d.h. darauf fixiert wirst .. ist nur eine Frage der größeren Macht (des Können).
Es gibt nur ein Bewusstsein und wenn das nicht da ist, ist auch keine Realität da.
Nein, es gibt unzählige individuelle Bewusstseins.
Ja, dies entspricht auch meiner Wahrnehmung (Bewusstseinsinhalt). Dazu "fallen mir ein", d.h. in mein Bewusstsein, noch weitere Gedanken:
Es gibt offensichtlich unzählige individuelle Bewusstseine, kleine und große. Sie stammen allesamt aus dem ewig grenzenlosen Bewusstsein Gottes (dem sog. "Nichts") .. und sie können dorthin zurückkehren, wenn sie es wollen und eine allmähliche Loslösung von den geschaffenen Dingen, denen sie gerade anhaften, durchlaufen. Der Weg zurück ist nunmal genauso lang, wie der Weg in die Schöpfung es war, je nach konkretem Individuum.
Wie der Prozess der Abstammung vor sich ging, kann ich nicht mal vermuten. Ich kann also nicht sagen, ob sie von Gottes Bewusstsein geschaffen oder nur abgetrennt wurden oder sich getrennt haben. Ihr eigentlicher Zweck ist vermutlich (neben anderen): Gott kann durch sie (hindurch) seine eigene Schöpfung aus zahllosen individuellen Perspektiven (Standorten) in Raum und Zeit betrachten, erleben und umgestalten .. wobei er/sie deinen eigenen Willen zu respektieren sucht. Das macht ihm bestimmt großen Spaß!
Die individuellen Bewusstseine waren bzw. sind ursprünglich, prinzipiell und potentiell von gleicher Qualität wie das Gottes Bewusstsein .. d.h. sie haben die gleichen Eigenschaften und Fähigkeiten (z.B. Schaffenskraft) wie Gott, jedoch nur in einer relativen, durch die Gesetze der Schöpfung beschränkten Ausprägung. Sie haften (identifizieren sich mit) den von Gott und von ihnen selbst geschaffenen Dingen mehr oder weniger an (Körpern, Pflanzen, Tieren, Humanoiden, Pkw, Computer etc.), ohne mit ihnen identisch zu sein. Sie sind sich dieser Dinge sowie ihrer eigenen Existenz mehr oder weniger gewusst und sie interagieren damit mehr oder weniger frei, je nach Individuum und Situation. Teilweise werden sie von den Dingen auch überschattet, fortgetragen und überwältigt. Auch die übrigen Dinge interagieren untereinander gesetzmäßig (vgl. Naturgesetze).
Die individuellen B. sind ursprünglich und potentiell eins mit dem Gottes Bewusstsein, d.h. potentiell absolut allmächtig (vgl. Gottes Wille), jedoch nun inkarniert nur relativ, d.h. nur mehr oder weniger frei, etwas zu tun oder zu lassen (vgl. das Können). Dies geschieht zugleich im Gottes Bewusstsein und wird von ihm/ihr permanent wahrgenommen und gegebenenfalls erlaubt. Das heißt, auch Gott interagiert mit seiner Schöpfung, jedoch ohne ihr (dauerhaft) anzuhaften und sich darin zu verlieren (identifizieren).
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Diese Gedanken sind zwar auf meinem Mist (Bewusstsein) gewachsen, ich habe sie dort aber nicht gepflanzt. ICH habe sie lediglich freiwillig auf"gegriffen", neu sortiert und sprachlich redigiert. Es war auch meine eigene Entscheidung und Verantwortung sie zu veröffentlichen; denn ich hätte es nicht tun müssen, obwohl ich mich durchaus dazu emotional gedrängt fühlte. Mensch muss dem inneren oder äußeren Drängen ja nicht immer nachgeben.
Ich habe auch das Gefühl (Gewissen), dass je mehr ich darüber schreibe, umso problematischer und ungenauer wird es. Denn: Gott (Bewusstsein, Wille, Ich, Nichts) ist eigentlich unergründlich. Menschen können sich darüber nur eine Vorstellung (Bewusstseinsinhalt) machen/basteln, und prinzipiell darüber sogar einen Konsens erzielen. Der Grad eines Konsens kann allerdings durch Befragung gemessen werden. Mit Gott selbst hat das vermutlich nichts zu tun. Ergründen und erforschen können wir nur die (unbewusste) Schöpfung, oder genauer gesagt: nur unsere Bewusstseinsinhalte.
Ach ja, mein Modell sehe ich als eine denkbare Alternative, zumindest ansatzweise, zu deinem .. unter vielen anderen, versteht sich. Es enthält sicher zahlreiche Implikationen und Optionen, die noch einer genaueren Überprüfung und Ausarbeitung bedürfen.
Noch was: Dieses Posting hat mit meinem Gehirn (und meinem PC) etwa so viel zu tun, wie die TV-Sendung mit meinem TV-Gerät (mit all seinen Schaltkreisen und messbaren Strömen).
Gruß, Beo2