Indeterminiertheit != Beliebigkeit
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Niemand simuliert gemeinsame Messgrössen. Die beobachtbare Logik lautet
seit eh und je: Akausales Wollen und Handeln ist als Daseinskonzept
unmöglich, da ein nichtursächliches Wollen und Handeln keine geordneten
Strukturen erzeugen, kein rationales, berechenbares Miteinander
ermöglichen und keinerlei Organismen erzeugen könnte.
Keine einzige
Amöbe käme durch akausale Beliebigkeit zustande, geschweige denn
ein homo sapiens und die Produkte, die er erzeugt. Kein Ashitake wäre in
diesem Thread aufzufinden, wenn er
akausal/indeterminiert/beliebig/unberechenbar unterwegs wäre. Bist Du aber
nicht. Mit jeder neuen Anwort widerlegst Du Dein Postulat besser, als ich
es je tun könnte.
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https://www.fernuni-hagen.de/videostreaming/ksw/forum/20120112.shtml
Im Vortrag wird nicht von akausal, sondern von verschiedenen Definitionen von Kausalität gesprochen (Minute 25).
Bei Minute 49 des Vortrags: Neuronales Netz als statistisches Näherungsverfahren mit stochastischen Grundlagen
Ich verstehe das so: Ein Kind und auch ein Neuronales Netz können lernen. Dieser Prozess des Lernens ist nicht determiniert, d.h., es kommen stochastische Prozesse vor, durch die man beispielsweise nicht sagen kann, ein Kind lernt innerhalb von 347 Tagen, 8 Stunden, 3 Minuten und 14 Sekunden laufen, wenn es diese genetische Ausstattung hat und wir genau dieses Lernprogramm für Laufen mit ihm durchführen. Trotzdem ist der Lernprozess nicht beliebig oder im Ergebnis unvorhersagbar, weil man z. B. sagen kann, dass 90% der gesunden Kinder innerhalb von X Monaten laufen lernen (statistische Aussage).
Neuronale Netze können heute schon weitgehend das Lenken von Autos selbständig lernen, vergleiche:
https://blogs.nvidia.com/blog/2016/05/06/self-driving-cars-3/
Ich glaube also, dass es falsch ist zu behaupten, bei (teilweise) fehlender Determiniertheit können keine geordneten Strukturen erzeugt werden oder es kann kein Lernen stattfinden.