Nein, die gemeinsame Messgröße fehlt
Hallo siggi,
Wie kann denn eine Simulation auf fehlenden Messgrößen basieren, demnach
also auf nichts.
Zwischen Minute 51:27 und Minute 56:37 des Vortrags wird die Simulation gemeinsamer Messgrößen als blinde (wissenschaftlich nicht nachweisbare) Analogie erklärt.
Es wird einfach so getan, als gäbe es eine gemeinsame Messgröße. Statt sich der Erkenntnis zu stellen, dass es keine gemeinsame Messgröße gibt, wird diese für alle aufbauenden Erklärungsmodelle simuliert.
Prof. Dr. Dr. Falkenburg hat in einem anderen Vortrag erklärt, dass sich die wissenschaftliche Forschung nicht von heute auf morgen aus dieser Simulation befreien können wird, dass vor allem aufgrund der Populärwissenschaft und zu wahrenden Gesichtern der wissenschaftlichen Theoretiker/Autoren jegliche Konzentration auf diese Tatsache vermieden werden soll. Die Verluste, die man sich eingestehen müsste, wären wissenschaftstheoretisch stark erschütternd, obgleich dadurch die Tür für neue wissenschaftliche Ansätze geöffnet werden würde.
Die Kritik an der Simulation dieser real nicht vorhandenen, gemeinsamen Messgrößen zeugt meiner Ansicht nach von einem tiefen wissenschaftlichen Erkenntniswillen. Es ist ein Kampf gegen Dogmatiker.
Kann es sein, dass du statt fehlender Messgrößen,
fehlerhafte Messgrößen meintest?
Nein, die gemeinsamen Messgrößen sind gar nicht existent, werden nur simuliert. Wir werden diese hier als ablenkendes Nebengleis dienende Simulation noch verständlicher herausarbeiten, auch wenn einige Diskutanten, wie verhaltenstechnisch bereits klar zu erkennen ist, durch bloße Zuwortmeldungen ("Reden ohne zu antworten!") das genaue Gegenteil verfolgen. Zunächst muss der zu erwartende, dogmatische Widerstand gebrochen werden. Und dazu laufen sie geradewegs in meine Arme.
Ich werde mir wieder einmal keine Freunde machen, verspreche aber eine interessante und stets argumentative Reise.
Herzlichst,
Ashitaka
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