Das ist aber für mich eine bessere Arbeitshypothese, als Indeterminiertheit
Lieber Nonpopulo,
Liebe Silke,
> > weil gewisse Dinge absolut unvorhersehbar sind.
Unvorhersehbar, weil Kurt zu Recht schrub "Der Lauf der Dinge läuft
deterministisch ab, ist aber nicht vorherbestimmt, weil er nicht
vorher
bestimmbar ist[/b], weder praktisch noch theoretisch."[/i]
Nein, nicht ausschliesslich aufgrund der hohen Komplexität der kausalen
Verstrickungen unvorhersehbar, sondern daneben manchmal auch aufgrund der
Nicht-Kausalität unvorhersehbar.
Das wäre dann ähnlich der Heisenbergsche Unschärferelation?
Deine ist auch eine gewagte These in einer Welt, in der ich lauter Ursachen und Wirkungen sehe, lauter Kausalketten (mit Rückkopplungen und Redundanzen aber eben kausal - n->A->B->C/D->usw.).
Aber @Ashitaka und du haben imho. nicht Unrecht mit der Behauptung:
"Alles steht und fällt mit der Betrachtungsweise in unserer Simulation."
Deshalb gibt es ja auch Menschen, die von den anderen Menschen als psychisch krank, religionsfanatisch, dumm und wie auch immer abgestempelt werden - um die Sicherheit der eigenen Simulation nicht zu verlieren.
Früher wurde noch verbrannt, heute wird zugeschüttet und polarisiert.
Nimm das Tauschparadigma, dem das machttheoretische Erklärungsmodell des Debitismus diametral gegenübergestellt wurde.
Letzteres bildet die Wirklichkeit in meinen Augen einfach besser ab.
> Noch ein Kreationist? "Ex nihilo" gibt es nicht.
Mutige Worte, wenn man bedenkt, wie wenig wir doch am Ende über das Leben
wissen.![]()
Da hast du Recht. Mein Wissen ist meine Simulation der Welt.
Das geht nicht anders wenn in einem menschlichen Kopf 15 mm Bewusstsein und 11 Km Unbewusstsein mit der Innen- und Außenwelt interagieren.
Wenn ex nihilo bedeutet, dass es neben dem deterministischen Kontinuum,
das dem Leben seine Stabilität verleiht auch indeterministische,
nicht-kausale "Brüche" gibt, die dem Leben seine Vielfalt und Kreativität
verleihen, dann bin ich ganz sicher ex-nihilo.![]()
Kannst du dafür ein Beispiel benennen?
Dein zeitweiliges Verschwinden aus dem - und Wiederauftauchen im Forum wurde sehr wohl bemerkt, hatte doch aber sicher Gründe, oder?
Die kopernikanische Wende haben wir durchlaufen.
Das Gravitationsmodell von Newton ist nicht mehr haltbar.
usw.
> Im Zeitpunkt X ringen über viele verwobene Kausalketten entstandene
miteinander.
Die potenteste Potentialität setzt sich durch.[/i]
Nein, die Potentialität, die sich durchsetzt, wird entsprechend dieses
Blickwinkels als die Potenteste definiert.
In meiner Simulation der Wirklichkeit, ja.
Die Roulettekugel fällt in meiner Welt im Zeitpunkt X auf genau eine Zahl, abhängig von Zustand des Universums in diesem Zeitpunkt.
Ich bin eher gegenteiliger Meinung. In dieser Welt der oberflächlichen,
kalten Belanglosigkeiten hat eine potente Potentialität keine Chance, weil
die Wirkung, die die Potentialität erzielen würde, gar nicht erwünscht
ist.
Wirkungen haben nichts mit Wünschen zu tun, sondern nur mit Potentialitäten.
Mal sehen wie die Diskussion hier weitergeht.
Danke für dein Feedback.
Jede Theorie sollte an der Wirklichkeit scheitern dürfen...
Liebe Grüße
Silke