Von Menschen und Mäusen
Lieber Zarathustra,
Liebster Ashitaka,
Prof. Dr. Dr. Brigitte Falkenburg erklärt anhand dieses Beispiels, dass
es keinen wissenschaftlichen Beweis für die Kausalität einer komplexen
Willenskraft gibt.
Das Beispiel ist lachhaft. Jedes Kind weiss, dass ein Schuhkauf diese und jene Ursachen hat.
Die Frau macht sich lächerlich, wenn sie das Gegenteil behauptet.
Es gibt unzählige Absurditäten, deren Nichtexistenz nicht bewiesen werden kann. Fliegende Elephanten auf dem Mars, akausale Schuhkäufe, akausale Forenbeiträge von Ashitaka, Reichsfluchscheiben, Götter aller Art usw.
Niemand hindert Dich daran, zu schildern, wie so ein akausaler Schuhkauf über die Bühne gehen soll.
Die Kausalität, welche du für ihren Bewusstseinsinhalt
(den Willen) voraussetzt ist wissenschaftlich eben nicht messbar, nicht
nachweisbar.
Es ist völlig unnötig, Hirnströme von Mäusen zu messen, um zu wissen, dass deren Flucht vor den Katzen Ursachen hat und nicht akausal und beliebig geschieht. Auch das Libet Experiment ist völlig irrelevant, wie Singer zurecht sagt. Entweder Physik oder Kreationismus. Jedem das Seine!
Es ist nicht bewiesen, dass das Bewusstsein den Willen kausal
zum Bewusstseinsinhalt macht.
Was wollen uns diese Worte sagen?
Für eine Berechnung fehlen uns trotz der
gewohnten und damit einfach nachvollziehbaren Logikkonstrukte gemeinsame
Messgrößen.
Braucht kein Mensch. Die Maus läuft weg, und zwar immer, da verursacht (determiniert).
Auch du machst den von ihr sauber erklärten Fehler, dass du
einer Simulation dieser gemeinsamen Messgrößen verfällst, dir damit
dogmatische Urteile erlaubst.
Von einer Simulation von gemeinsamen Messgrössen ist ausser bei Dir hier nirgends die Rede.
Deine Denkweise ist insofern logisch, aber
die Logik eben auf einer Simulation basierend.
Mitnichten.
Wir wissen nicht was die Willenskraft (auf ihren Qualitätsstufen)
entfacht.
Das muss man auch nicht wissen. Man weiss nur , dass sie 'entfacht' wurde; andernfalls sie nicht da wäre.
Maus will weg laufen. Kausal, ursächlich, aus offensichtlich gutem Grund, und ganz bestimmt nicht ohne Grund.
Eines ist aber sicher, die meisten tun so, als sei die
Kausalität des Willens (der Bewusstseinsinhalte) irgendwann einmal
nachgewiesen worden.
Du beweist die Kausalität Deines Wollens sozusagen am Laufmeter, indem Du hier stets ursächlich antwortest, und nicht grundlos.
Deinen Versuche ihre Person und ihre wissenschaftlichen Erklärungen durch
Karrikaturen als unbedeutend zu suggerieren in allen Ehren, aber das ist
weder argumentativ, noch der Sache dienlich.Die Denker der Zeitgeschichte sind deine Götter, sie zwingen dich zur
Predigt.
Genau. Während andere mehr auf Märchentanten abfahren und deren Phantasien weitertransportieren.
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Weil du die wissenschaftlich korrekte Erklärung von Prof. Dr. Dr.
Brigitte Falkenburg (keine gemeinsame Messgröße) nicht akzeptieren
willst.
Die Auszüge, die Kurt zitiert hat, haben mir gereicht. Ich kenne diese haarsträubenden Argumente der 'Akausalen' schon seit Jahrzehnten. Wer akausales Wollen predigt, kommt nicht drum herum, solchen Mist (Schuhkauf zu komplex, als dass er Ursachen haben kann!) zu verzapfen.
Und so hälst du an deinem Glauben fest, willst dir mit
Beschreibungen, die allesamt auf der Simulation gemeinsamer Messgrößen
basieren, Gewicht verleihen.
Ausser Dir redet hier niemand von Messgrössen.
Aus diesem Grunde wird aus Prof. Dr. Dr.
Brigitte Falkenburg und ihren weitgreifenden Kenntnissen auch mal eben eine
"Schuhverkäuferin" oder verniedlichende "Frau Dr. Dr." gemacht. Du kommst
nicht umher, vom Kern des herausgearbeiteten Problems (keine gemeinsamen
Messgrößen) Abstand zu nehmen.
Menschenskind.
Eure Art & Weise, wie ihr das Dogma verteidigen wollt wird im weiteren
Verlauf noch richtig amüsant.
Bin skeptisch. Aber man weiss ja nie ...
Für unzählige Determinismen und Mechanismen gibt es keine
Messgrösse.
Ich bitte um "wissenschaftliche Beispiele".
Maus läuft weg, aus gutem Grund, und ist erst noch wissenschaftlich erwiesen. Bei offensichtlichen Determinismen (Maus läuft weg; Frau Brigitte gelüstet es nach neuen Schuhen) braucht es nicht mal Statistik.
Das ist nämlich
wissenschaftlich betrachtet völliger Unsinn. Sowohl der Determinismus, als
auch die mechanischen Gesetze erlauben nur insoweit mathematische Aussagen,
wie sie auch Berechnungen mittels vorhandener Messgrößen ermöglichen.
Über unsere Bewusstseinsinhalte kann die Wissenschaft keine mathematischen
Aussagen treffen, zumal nicht einmal definierbar ist, was eine
Bewusstseinseinheit sein soll.
Irrelevant. Maus läuft weg. Kausal. Superdeterminiert. Niemand braucht dazu einen Mathematiker.
Ich würde vorschlagen, dass du Daheim
einmal durchlüftest.Wissenschaftlich ist es eben eine Frage der Mathematik.
Mathematik ist eine von mehreren Möglichkeiten, Mechanismen zu beschreiben.
Die Aussagen des
Determinismus gelten unter wissenschaftlichen Kriterien nur als
mathematisches Modell.
Njet.
Während beim mathematischen Modell alle
Anfangsbedingungen bekannt sein müssen, um Aussagen zu treffen, kommen die
Ergebnisse in der Realität durch Messungen zustande.
Maus läuft weg. Niemand misst. Alles klar.
Dein Messdienerbeispiel ist zwar logisch, deshalb aber wissenschaftlich
noch nicht nachweisbar.
Was auch nicht nötig ist, da offensichtlich.
Welchen Anspruch erhebt Zarathustra? Den eines
logisch nachvollziehbaren Dogmatikers, oder den eines die fehlende
Möglichkeit einer wissenschaftlichen Aussage akzeptierenden Denkers?
Der
Denker denkt weiter, auch wenn durch die Bewusstwerdung der
ausschließlichen Simulation gemeinsamer Messgrößen zunächst keine
zufriedenstellende Antwort gefunden werden kann. Der Dogmatiker, er macht
aus der Wissenschaftlerin eine die simulierte Antwort stärkende
Schuhverkäuferinnen.
Leute, die glauben, ein Schuhkauf sei ein akausaler Vorgang, sind als Verkäuferinnen nicht zu gebrauchen; als Märchentanten umso mehr.
Es ist wissenschaftlich überhaupt nicht nachgewiesen, dass
Bewusstseinsinhalte und damit auch unser Wille, kausal sind.
Das sieht doch ein Blinder, dass sie kausal sind. Du antwortest hier
nicht
akausal und zufällig, sondern ganz offensichtlich aufgrund von
Ursachen.
Wie bereits erklärt, das klingt alles sehr logisch, ist nur leider
überhaupt nicht wissenschaftlich nachweisbar.
Aber problemlos beobachtbar. Das ist ja das schöne. Wenn es nicht so wäre, und unser Wollen nicht determiniert wäre, dann wären wir – wie Kurt bereits erwähnte, in puncto Freiheit noch viel blöder dran: „denn meine Entscheidungen hängen jetzt vom Nihilo=gar nichts mehr ab -- sondern sind beliebig, statistisch, zufällig, falsch.“
Wir wären schlicht unberechenbar und damit lebensunfähig.
Messgrössen überflüssig.
Ich hätte nicht gedacht, dass du so schnell auf die blinde Dogmatisierung
setzt und mit solchen immer wiederzuverwendenden Sätzen ("Messgrößen
überflüssig.") geradewegs in meine Arme läufst.Solange keine gemeinsamen Messgrößen vorhanden sind, können auch keine
mathematischen Aussagen über die Gesetze des Bewusstseins und die
Gesetzmässigkeiten der Bewusstseinsinhalte getroffen werden, sonder nur
blinde bzw. wissenschaftlich nicht nachweisbare Analogien gezogen werden.
Es will auch kein Mensch hier 'Gesetzmässigkeiten der Bewusstseinsinhalte' definieren.
Es geht hier nur um die simple Tatsache, dass ein Schuhkauf, wie jeder sonstige Vorgang auch, verursacht wird und nicht aus dem Nichts kommen kann.
Ja, die geballte Intelligenz der Zeitgeschichte. Einstein und Konsorten
gegen Schuhkäuferinnen, die ohne Ursache zu ihren Schuhen kommen. Man
stolpert halt so durch die Gegend und plötzlich hat man neue Schuhe
zuhause.
So langsam merke ich, wie wenig du dich wirklich mit den Arbeiten
derjenigen auskennst, die immer wieder für deine argumentativlose
Dogmatisierung herhalten müssen.
Kein Kommentar.
Dir wäre ansonsten bewusst, dass die
kausale Ergänzung der Quantenmechanik bis heute nicht gelungen ist, dass
sowohl Einstein, als auch seine theoretische Gefolgschaft über die
Proklamation ihrer nebulösen "verborgenen Variablen" keine Aussage treffen
wollten bzw. konnten.
Die diversen Interpretationen zur QM sind allesamt nebulös, aber am absurdesten ist bei weitem die akausale, kreationistische Interpretation.
An die deterministische Viele-Welten-Interpretation jedenfalls glaubt anscheinend eine Mehrheit der führenden Kosmologen und Quantenmechs. Die kurze Episode mit der dominierenden kopenhagener Interpretation war der Tiefpunkt in der mehrtausendjährigen Geschichte der Physik;
das perfideste Hirngespinnst aller Zeiten.
https://www.hedweb.com/manworld.htm#believes
Wir können das gerne vertiefen. Du rennst wie ein voreingenommenes Kind
in meine offenen Arme.
Was, die Quantenphysik? Wohl besser nicht. Ich erinnere mich noch gut an deine Interpretationen zu konventionellen physikalischen Phänomenen.
Grüsse, Zara