Auweia, jetzt rennt er einfach blind los
Lieber Zarathustra,
Prof. Dr. Dr. Brigitte Falkenburg erklärt anhand dieses Beispiels, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis für die Kausalität einer komplexen Willenskraft gibt. Die Kausalität, welche du für ihren Bewusstseinsinhalt (den Willen) voraussetzt, ist wissenschaftlich eben nicht messbar, nicht nachweisbar. Es ist nicht bewiesen, dass das Bewusstsein den Willen kausal zum Bewusstseinsinhalt macht. Für eine Berechnung fehlen uns trotz der gewohnten und damit einfach nachvollziehbaren Logikkonstrukte gemeinsame Messgrößen. Auch du machst den von ihr sauber erklärten Fehler, dass du einer Simulation dieser gemeinsamen Messgrößen verfällst, dir damit dogmatische Urteile erlaubst. Deine Denkweise ist insofern logisch, aber die Logik eben auf einer Simulation basierend.
Wir wissen nicht, was die Willenskraft (auf ihren Qualitätsstufen) entfacht. Eines ist aber sicher, die meisten tun so, als sei die Kausalität des Willens (der Bewusstseinsinhalte) irgendwann einmal nachgewiesen worden. Am einfachsten ist es, immer denjenigen dieser Simulation zu folgen, die das Bewusstsein in allen ihren Verbildlichungen wegradieren und am liebsten nur noch auf Handlungsmomente und die kausalen Ketten bzw. deterministisch vorbedingten Ereignisse blicken. Deine Bilder vergessen das nicht in Aussagen treffenden Größen messbare Bewusstsein, basieren damit einzig auf blinden Analogien.
Deinen Versuche, ihre Person und ihre wissenschaftlichen Erklärungen durch Karrikaturen als unbedeutend zu suggerieren in allen Ehren, aber das ist weder argumentativ noch der Sache dienlich.
Die Denker der Zeitgeschichte sind deine Götter, sie zwingen dich zur Predigt. Weil du die wissenschaftlich korrekte Erklärung von Prof. Dr. Dr. Brigitte Falkenburg (keine gemeinsame Messgröße) nicht akzeptieren willst. Und so hältst du an deinem Glauben fest, willst dir mit Beschreibungen, die allesamt auf der Simulation gemeinsamer Messgrößen basieren, Gewicht verleihen. Aus diesem Grunde wird aus Prof. Dr. Dr. Brigitte Falkenburg und ihren weitgreifenden Kenntnissen auch mal eben eine "Schuhverkäuferin" oder verniedlichende "Frau Dr. Dr." gemacht. Du kommst nicht umher, vom Kern des herausgearbeiteten Problems (keine gemeinsamen Messgrößen) Abstand zu nehmen.
Eure Art & Weise, wie ihr das Dogma verteidigen wollt, wird im weiteren Verlauf noch richtig amüsant.
Für unzählige Determinismen und Mechanismen gibt es keine Messgrösse.
Ich bitte um "wissenschaftliche Beispiele". Das ist nämlich wissenschaftlich betrachtet völliger Unsinn. Sowohl der Determinismus, als auch die mechanischen Gesetze erlauben nur insoweit mathematische Aussagen, wie sie auch Berechnungen mittels vorhandener Messgrößen ermöglichen. Über unsere Bewusstseinsinhalte kann die Wissenschaft keine mathematischen Aussagen treffen, zumal nicht einmal definierbar ist, was eine Bewusstseinseinheit sein soll. Ich würde vorschlagen, dass du daheim einmal durchlüftest.
Wissenschaftlich ist es eben eine Frage der Mathematik. Die Aussagen des Determinismus gelten unter wissenschaftlichen Kriterien nur als mathematisches Modell. Während beim mathematischen Modell alle Anfangsbedingungen bekannt sein müssen, um Aussagen zu treffen, kommen die Ergebnisse in der Realität durch Messungen zustande. Es muss eine Abbildungsvorschrift für die Übertragung der Messwerte in das mathematische Modell gefunden werden, um eine brauchbare physikalische Theorie entwickeln zu können.
Dein Messdienerbeispiel ist zwar logisch, deshalb aber wissenschaftlich noch nicht nachweisbar. Welchen Anspruch erhebt Zarathustra? Den eines logisch nachvollziehbaren Dogmatikers, oder den eines die fehlende Möglichkeit einer wissenschaftlichen Aussage akzeptierenden Denkers? Der Denker denkt weiter, auch wenn durch die Bewusstwerdung der ausschließlichen Simulation gemeinsamer Messgrößen zunächst keine zufriedenstellende Antwort gefunden werden kann. Der Dogmatiker, er macht aus der Wissenschaftlerin eine die simulierte Antwort stärkende Schuhverkäuferinnen.
Es ist wissenschaftlich überhaupt nicht nachgewiesen, dass
Bewusstseinsinhalte und damit auch unser Wille, kausal sind.
Das sieht doch ein Blinder, dass sie kausal sind. Du antwortest hier nicht
akausal und zufällig, sondern ganz offensichtlich aufgrund von Ursachen.
Wie bereits erklärt, das klingt alles sehr logisch, ist nur leider überhaupt nicht wissenschaftlich nachweisbar. Wir können über die Gesetze des Bewusstseins keine Aussagen treffen, da wir keine gemeinsamen Messgrößen besitzen. Jeder Versuch einer Aussage basiert auf der Simulation gemeinsamer Messgrößen, letztendlich nur auf Selbst-Affirmationen.
Messgrössen überflüssig.
Ich hätte nicht gedacht, dass du so schnell auf die blinde Dogmatisierung setzt und mit solchen immer wiederzuverwendenden Sätzen ("Messgrößen überflüssig.") geradewegs in meine Arme läufst.
Solange keine gemeinsamen Messgrößen vorhanden sind, können auch keine mathematischen Aussagen über die Gesetze des Bewusstseins und die Gesetzmäßigkeiten der Bewusstseinsinhalte getroffen werden, sonder nur blinde bzw. wissenschaftlich nicht nachweisbare Analogien gezogen werden.
Ja, die geballte Intelligenz der Zeitgeschichte. Einstein und Konsorten
gegen Schuhkäuferinnen, die ohne Ursache zu ihren Schuhen kommen. Man
stolpert halt so durch die Gegend und plötzlich hat man neue Schuhe
zuhause.
So langsam merke ich, wie wenig du dich wirklich mit den Arbeiten derjenigen auskennst, die immer wieder für deine argumentativlose Dogmatisierung herhalten müssen. Dir wäre ansonsten bewusst, dass die kausale Ergänzung der Quantenmechanik bis heute nicht gelungen ist, dass sowohl Einstein, als auch seine theoretische Gefolgschaft über die Proklamation ihrer nebulösen "verborgenen Variablen" keine Aussage treffen wollten bzw. konnten.
Wir können das gerne vertiefen. Du rennst wie ein voreingenommenes Kind in meine offenen Arme.
Und streng dich bitte das nächste Mal mehr an. Deterministisches Chaos ist ein lediglich irregulär "erscheinendes" Verhalten, welches jedoch den Regeln einer deterministischen Dynamik folgt. Um Aussagen über diese Gesetze /Reglementierung treffen zu können, sind entgegen deiner Suggestion auch weiterhin Messgrößen unabdingbar.
Herzlichst,
Ashitaka
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.