Die kausale Geschlossenheit der Natur ist wissenschaftlich nicht nachweisbar.

Ashitaka, Montag, 17.10.2016, 13:48 (vor 3428 Tagen) @ Kurt6489 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 17.10.2016, 13:56

Hi Kurt,

● Oder aber die Welt ist nicht deterministisch, es gibt also Dinge oder
Gedanken Ex Nihilo, vulgo Zufall. Der freie Wille ist hier noch blöder
dran, denn meine Entscheidungen hängen jetzt vom Nihilo=gar nichts mehr ab
-- sondern sind beliebig, statistisch, zufällig, falsch.

Eine kausale Geschlossenheit der Natur ist, wie im obigen Vortrag ausführlich erklärt, nicht nachweisbar. Aus disem Grunde basieren alle Annahmen, die einen determinierten Lauf des Weltgeschehens für sich beanspruchen auf lediglich (d.h. selbsttrügerisch) simulierten Vorbedingungen. Darauf können wir gerne tiefer eingehen.

Du und Zarathustra, ihr seit einem aus altertümlichen Denkstrukturen übrig gebliebenen Dogma verfallen, welches auf der wissenschaftlich erklärten Tatsache beruht, dass es keine gemeinsamen Messgrößen für das Bewusstsein (->Bewusstseinsinhalte) und eure mechanistischen Erklärungstheorien gibt.

Ihr klammert aus diesem Grunde die wissenschaftlich sinnvolle Umkehrfragestellung aus, ob wir beim derzeitige Stand der Wissenschaft überhaupt eine Akausalität der Bewusstseinsinhalte ausschließen dürfen. Es ist wissenschaftlich überhaupt nicht nachgewiesen, dass Bewusstseinsinhalte und damit auch unser Wille, kausal sind. Ihr tut nur so, weil ihr gemeinsame Messgrößen foraussetzt, die gar nicht vorhanden sind.

Die Tatsache, dass wir lediglich Messgrößen annehmen, um eine Kausalität zu konstruieren, stellt keine wissenschaftliche Ausgangsbasis dar, um sich Urteile über die Ursachen unserer willentlichen Entscheidungen zu fertigen. Ihr haltet an einem göttlichen Gesetz fest (d.h. an der simulierten kausalen Geschlossenheit der Natur und der dadurch sugegrierten Determiniertheit des Weltenlaufs). Wissenschaftlich war dies nie nachweisbar. zarathustra muss allein schon deshalb auf seine alten Griechen und die üblich verdächtigen Autoren verweisen. Es darf ja keine Konzentration übrig bleiben, die einem bewusst macht, dass es tatsächlich keinen wissenschaftlichen Nachweis gibt.

Ihr könntet euch ja daran machen eine wissenschaftlich gemeinsam anwendbare Messgröße zu suchen. Das wäre doch mal etwas. Mit eurer gegenseitigen Lobhudelei und deinem als bereits vor Sichtung des Vortrags verteigigungswert erachteten Glaubenskonstrukt kommen wir nicht weiter. Ihr solltet argumentativ zur Sache gehen, nicht meine Erklärungen ausblendend und lediglich wiederholend (predigend).

Herzlichst,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.

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