Brüche im Kontinuum
Gunahmnt zusammen,
Ohne Impuls (egal welcher Art) geht nunmal gar nichts. Wenn der
Grundunerfindlich ist, dann heisst dies noch lange nicht grundlos.
Sicher, und ich bin ja grundsätzlich auch der Meinung, dass der Mensch
und das Leben an sich determiniert ist. Nur warum sollte es innerhalb
dieses deterministischen Kontinuums keine Brüche geben? Ich finde, die
Vielfalt des Lebens spricht dafür.
Sorry für den Zwischenruf. Es ist mir ja auch peinlich, mein Selbstzitat dauernd zu wiederholen, aber die "Brüche innerhalb des deterministischen Kontinuums" sind ja hier beschrieben:
(ab der Zeile "Aber ist das schon das letzte fatalistische Wort hierzu?")
Diese Brüche sind zwar deterministisch, aber nicht vorhersagbar oder messbar. Jeder Versuch der Vorhersage oder Messung beeinflusst und verändert damit den Ausgang des Bruchs.
Es gibt auch niemanden, der den Lauf des Universums vorhersagen könnte. Das einzige, was so rechenstark wäre, den Lauf des Universums vorherzusagen, wäre das Universum selber. Und es würde für die "Vorhersage" des Zustands zum Zeitpunkt T genau die Zeit T benötigen. Also auch wieder keine Vorhersage.
Von daher gibt es auch keinen Raum für die Vorstellung, es sei "alles vorherbestimmt".
Der Lauf der Dinge läuft deterministisch ab, ist aber nicht vorherbestimmt, weil er nicht vorher bestimmbar ist, weder praktisch noch theoretisch.
Der Lauf der Dinge ist nicht mal zum Zeitpunkt "jetzt" bestimmbar (und davon ausgehend etwa extrapolierbar), da der Versuch der Jetztbestimmung den Verlauf schon wieder mindestens infinitesimal verändert, was trotz vollständiger Determiniertheit des Laufs der Dinge jedesmal zu beliebig anderen Verläufen führt.
Jeder Gedanke, den irgendeiner von uns denkt, führt trotz vollständiger Determiniertheit des Willens und des Universums früher oder später zu einem vollständig anderen Verlauf des Laufs der Dinge, und entsprechender "Vielfalt des Lebens".
Wie göttlich ist das denn?
Tschau
Kurt
--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.
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