Kontraste
Hallo siggi,
Deine Beweggründe sind hinreichend bekannt.
Mir nicht.
Die unbewusste (?) Gleichsetzung der Willens- und Handlungsfreiheit. Der Wille (das Wollen) ist keine Handlung (siehe dazu, Schopenhauer 1977 Band VI auf Seite 55). Zarathustra setzt ihn jedoch in zahlreichen Beiträgen, ebenso wie er den Willen (das Wollen) und die Macht (das Können) gleichsetzt, gleich. Schon aus diesem Grunde fehlt ihm jeglicher Ansatz, um sich klare Gedanken über das Vorhandensein einer Willens- bzw. Handlungsfreiheit zu machen. Wie ich bereits mit meinem Rückkehrposting an Kurt erklärte, ist er in einem lediglich die Potenzialentfaltungen (Handlungen bzw. Kommunikationen) analysierenden Denken gefangen. Sein fehlendes Bewusstsein zur Unterscheidung dieser Begrifflichkeiten ist der Grund, weshalb er sich erst gar nicht den Vortrag ansehen "kann".
Mir ist unbegreiflich, wie solche von dir immer wieder eingestreuten
Provokationen zu einer sachlichen Diskussion beitragen sollen. Oder kannst
du deine Andeutungen wissenschaftlich beweisen.
Das vorhergehende Posting beinhaltet keine Andeutungen, sondern wissenschaftliche Tatsachen. Die werden von Zarathustra dogmatisch ausgeblendet, aus oben erklärten Beweggründen (fehlende Bewusstwerdung über das Wesen der Begriffe "Wollen", "Können" und "Handeln").
Dies ist auch der Grund, weshalb er lustige Animationen zeigst, die über eine Ausblendung der Einflussnahme des menschlichen Bewusstseins (passivisch, durch "Wollen") auf die Handlungsketten des Weltenlaufs (aktiven Potenzen = "Handlung") hinwegtäuschen.
Welche "ominösen" Beweggründe haben denn diese Persönlichkeiten dazu
bewogen mehr oder weniger von einem kausal geschlossenen Weltbild
auszugehen?
Die Wissenschaft ist ein auf experimenteller Forschung basierender Erkenntnisprozess. Dein Versuch, die Jahrhunderte zusammenzuraffen und als Gegengewicht zum gegenwärtigen Stand der Wissenschaft zu nutzen, ist ... ja was ist das eigentlich?
Es ist das gegenwärtige fehlende Bewusstsein über die Folgen einer Verkennung der bis heute gewonnenen bzw. widerlegten wissenschaftlichen Tatsache, dass die kausale Geschlossenheit der Welt aufgrund nicht mehr nachweisbar ist. Es sei denn, man simuliert sich die Welt als ein vom Bewusstsein unbeeinflusstes Komponentenmodell.
Alfred Jules Ayer (1910–1989)
Albert Einstein (1879–1955)
Max Planck (1858–1947)
John Stuart Mill (1806–1873)
Pierre-Simon Laplace (1749–1827)
Paul Henri Thiry d’Holbach (1723–1789)
David Hume (1711–1776)
Julien Offray de La Mettrie (1709–1751)
John Locke (1632–1704)
Baruch de Spinoza (1632–1677)
Thomas Hobbes (1588–1679)
Und im Übrigen, geh doch bitte mal einzeln auf die Herrschaften ein. Gerade David Hume und Thomas Hobbes bieten einen hervorragenden Ansatz, um zu erklären, weshalb die Unterscheidung zwischen der Willens- und Handlungsfreiheit so wichtig ist.
Eine kausale Geschlossenheit der Welt ist wissenschaftlich nicht
nachweisbar.
Falsch. Es ist zur Zeit nicht voll umfänglich nachweisbar, muss deswegen
aber nicht falsch sein, weil viel dafür spricht, dass es richtig ist.
Siehe Einsteins Gravitationswellen.
Gravitationswellen sind physische Phänomene. Es geht jedoch in diesem Thread um die Tatsache, dass wir keine Gesetze, damit auch keine Kausalität der auf die physischen Phänomene Einfluss nehmenden mentalen Phänomene (Bewusstsein, Bewusstseinsinhalte) bilden können. Weil wir mangels gemeinsamer Messgrößen keine realen Aussagen über mentale Phänomene (Bewusstsein/Bewusstseinsinhalte) tätigen können.
Das Bewusstsein, es nimmt Einfluss auf die physischen Phänomene und damit auf die Welt (der bewusst gewollte Griff nach dem Glas Wasser). Die Behauptung, es wäre erwiesen, dass die Welt, trotzdessen, dass wir keine wissenschaftlichen Beschreibungen des Bewusstseins vornehmen können (d.h. diese nur durch blinde Analogien simulieren), kausal geschlossen sei, ist wissenschaftlich nicht haltbar, ist unwissenschaftlich.
Ist denn dein Gegenmodell wissenschaftlich nachgewiesen. Wir wissen
es nicht, da du dich nicht dazu äußerst.
Doch, ich äußere mich in diesem Faden mehrmals dazu: Wir wissen es nicht. Und genau diese Irritation sollte uns allen bewusst werden. Auch wenn der dadurch einsetzende Zerfall der Simulationen, wie Prof. Dr. Dr. Brigitte Falkenburg befürchtet, zu einem breiten Verlust des Vertrauens in die Erklärungen der Populärwissenschaft nach sich zieht.
Es scheint dir von Anfang an nur darum zu gehen, @Zara dazu zu bringen
hier in irgend einer Form von etwas abzuschwören, was im
wissenschaftlichen Diskurs durchaus strittig ist, aber nun mal auch von
vielen anderen Forschern vertreten wird.Was soll das?
Um Zara geht es mir nicht. Es geht mir um ganz bestimmte Kontraste der Diskussion, die uns im weiteren Verlauf dabei behilflich sein werden, eine gesellschaftliche Simulationskraft (dahinter die Ohnmacht der Masse) zu erkennen.
Bringt uns das irgendwie weiter, wenn dir persönliche Genugtuung
geschieht?
Nein, die geschieht mir aufgrund des noch vor uns liegenden Weges nicht. Es kostet viel Zeit und Energie. Deshalb auch die Ladezeit. Irgendwann wird es mal Zeit, wird man unscharf.
Meinst du tatsächlich, dass Thema wäre aus der Welt, wenn @Zara hier
verkündet, dass er mit dem Determinismus nichts mehr am Hut hat?
Glaubst du, ich könnte diese Diskussionen noch führen, wenn es mir um Zara geht? Nein, es geht mir um einen für Erklärungen notwendigen Kontrast, den ich immer deutlicher werdend vor mir her schiebe. Ein wenig Gewicht muss man ihm lassen. Ich brauche ihn noch.
Es gibt neben einer Frau Falkenburg, die sich übrigens in das Thema
Hirnforschung nur eingelesen hat (vielleicht die falschen Bücher" />), eben
viele andere, die mit der gleichen Berechtigung anderer Meinung sind.
Die Frage ist nur, welchen Schluss auf Grundlage der vorliegenden Beweise und darauf basierenden Argumente getroffen wird. Wer sich auf meine teils unsympathisch wirkende Person (durch das ständige unbequeme schieben) konzentriert, der kann auch gleich aufhören zu lesen.
Dito, vor allen Dingen bitte ich um die Fähigkeit andere Meinungen
akzeptieren zu können.
Wir stärken hier einen Kontrast, über deren Wirkung wir uns erst später klar werden. Das Forum ist nicht dazu da, um irgendeine Meinungen zu akzeptieren, sondern um sie sachlich und argumentativ zu diskutieren. Pfeffer & Salz stehen sowohl bei Ashitaka, als auch bei Zarathustra auf dem Tisch. Niemand, außer Kurt, sollte sich beschweren.
Die Argumentationskette bestimmst du nicht alleine!
Nein, dann leg doch mal los, statt die Konzentrationen auf die Personen Ashitaka & Zarathustra zu lenken. Ich bin für jeden Input dankbar.
Herzlichst,
Ashitaka
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
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