Hapi - Gott der Nilflut

trosinette, Donnerstag, 10.12.2015, 13:51 (vor 3708 Tagen) @ Mephistopheles8579 Views

Guten Tag,

Ja, wenn am Himmel ales in Ordnung war, dann konnte man auch die Nilflut
vorausberechnen und wusste also, wann gesät werden musste, damit es in
diesem Jahr eine reiche Ernte gibt.

die Handlungsmotivation zurückliegender Generationen auf die für uns üblichen zweckrationalen Beweggründe zu reduzieren ist mir persönlich schlicht zu unkreativ und erscheint mir darüber hinaus realitätsfern und etwas weltfremd.

Herodot hat sich übrigens ebenfalls mit der Nilschwemme befasst. Dabei hat er wohl auch einen hohen ägyptischen Geistlichen bzw. Beamten(?) nach den Ursachen der Nilschwemme befragt. Laut den Aufzeichnungen von Herodot hat der olle Ägypter bei seiner Befragung für unsere Begriffe nur hanebüchenes Geschwafel von sich gegeben. Dies gilt als eines von vielen Lehrstücken, wie sich die Denkungsart der ollen Ägyptern hin zu den ollen Griechen gewandelt hat.

Hast du etwa Zweifel daran? Wenn ja, mit welcher Begründung?
An dem Bakterium
Yersinia pestis,
das man erst in der Neuzeit entdeckte, kann gar nicht die Ursache sein, aus
dem einfachen Grund, dieses Bakterium gibt es "schon immer", aber es gibt
nicht immer eine Pestwelle.
Also muss die Ursache der Pestwohl anderswo zu suchen sein. Warum
eigentlich nicht in den Gestirnskonstellationen?

Bin ich nicht auch ständig von potentiellen Krankheitserregern umgeben und nicht immer Krank?

Laut der kleinen Studie von David Herlihy „Der Schwarze Tod und die Verwandlung Europas“, die mir vorliegt, waren die Ursachen für die Pestwelle(n) vielschichtig und das Gesamtbild ist weiterhin ungeklärt.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider


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