Das stimmt ja wol auch, oder bist du da etwa anderer Ansicht?
Um jetzt vollkommen abzudriften:
Bei den alten Ägyptern soll übrigens laut Assmann die Sorge um das
Vor-sich-hin-blubber ein wesentlicher Aspekt der Daseinsvorsorge gewesen
sein. Bekanntlich haben die alten Ägypter akribisch die Gestirne
beobachtet. Dabei waren die Ägypter, im Gegensatz zu uns, nicht auf der
Suche nach besonderen Ereignissen und Erkenntnissen. Es ging vielmehr
darum, sich der Kontinuität des Weltenlaufes zu versichern und jedes
besondere Ereignis am Himmel soll Anlass zur Sorge gewesen sein. Blubberte
aber alles kontinuierlich vor sich hin, so hat der Pharao, der als Gott mit
den Göttern und Göttinnen in Kontakt steht, gute Arbeit geleistet.
Ja, wenn am Himmel ales in Ordnung war, dann konnte man auch die Nilflut vorausberechnen und wusste also, wann gesät werden musste, damit es in diesem Jahr eine reiche Ernte gibt.
Noch 1348 kam die medizinische Fakultät von Paris, in einer von Philipp
VI in Auftrag gegebenen Studie zu dem Schluss, dass die Pest seine Ursache
in einer unglücklichen Konstellation von Mars, Saturn und Jupiter hat.
Hast du etwa Zweifel daran? Wenn ja, mit welcher Begründung?
An dem Bakterium Yersinia pestis, das man erst in der Neuzeit entdeckte, kann gar nicht die Ursache sein, aus dem einfachen Grund, dieses Bakterium gibt es "schon immer", aber es gibt nicht immer eine Pestwelle.
Also muss die Ursache der Pestwohl anderswo zu suchen sein. Warum eigentlich nicht in den Gestirnskonstellationen?
Mit freundlichen Grüßen
Schneider
Gruß Mephistopheles
--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc