Urtext
null Skrupel.
Das ist ja mal wieder herrlich. Na dann schaun wir doch mal zum Folgenden:
Den Exegeten hielt ich seit eh und je den Urtext,
den Palikanon entgegen.
Ach, und woher stammt der von Z. verwendete "Urtext"?
"Herkunft und Namen
Am besten erschlossen und als einziger buddhistischer Kanon vollständig in einer indischen Sprache erhalten ist der Pali-Kanon der Theravadins. Die Pali-Überlieferung gehört zum ältesten Schriftgut des Buddhismus. Er geht auf die in Hinterindien und Ceylon verbreitete VibhajyvÄda-Sekte der Theravada-Richtung zurück. Der Kanon wurde unter König Vaá¹á¹agÄmaṇī Abhaya (regierte von 89 bis 77) bei Matale, Sri Lanka schriftlich niedergelegt und bildet die Grundlage des Theravada. Der Wortlaut kann seit dem Entstehen der großen Kommentare im 5. und 6. Jahrhundert auf Ceylon als gesichert gelten."
Der Text über das Bewusstsein stammt eben von jenen: Theravadins.
Zudem: "Gedruckt wurde dieser Kanon, angeregt durch das Interesse europäischer Forscher, erstmals im späten 19. Jahrhundert. Fälschlicherweise wurde und wird noch immer dieser Pali-Kanon als der ursprüngliche bzw. einzig richtige bezeichnet,- ein Irrtum, der auf die Indologen dieser Zeit zurückgeht.
Die Ausgaben der Pali Text Society und die philologisch heute umstrittenen,
doch poetischen deutschen Übersetzungen Karl Eugen Neumanns sowie von Anton Gueth, entstanden im Zeitraum zwischen 1896 und 1917, haben ihn in westlichen Sprachen zugänglich gemacht."
https://de.wikipedia.org/wiki/Pali-Kanon#Herkunft_und_Namen
Vermutlich hat Z. den Sanskrittext gelesen oder zumindest Unterweisung von welchen erhalten, die den Urtext gelesen haben. Nein, viel wahrscheinlicher war Z. sogar Zeuge, der das Original verfasst hat!
Für Z. Das ist Exegese: https://de.wikipedia.org/wiki/Exegese
Noch so eine einzig richtige Version: http://das-buddhistische-haus.de/pages/images/stories/dokumente-deutsch/PATIMOKKHA.pdf
Z. muss nicht vortäuschen, sich mit dem Buddhismus lange und besonders tiefgründig beschäftigt zu haben. Dafür spricht nichts.
Wer einen Widerspruch zwischen dem von Z. zitierten Palikanon und des Textes der Theravadins über das Bewusstsein behauptet wollte, kennte sich nicht nur nicht aus, sondern hätte diesen noch nicht einmal gelesen.
Bekanntlich fallen sogar Übersetzung verschieden aus und sind bekanntlich Interpretationen.
Theologiestudenten lernen zwecks Exegese alter Texte Herbräisch und Altgriechisch.
Soviel zu Urtexten und Exegese.
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