Glauben
Ich könnte der Unterwerfung nur dauerhaft widerstehen, wenn ich an ein
Konzept für die nichterfahrbare Lebenswirklichkeit glauben würde und
bereit wäre, dafür mein Leben zu lassen. Wenn das Konzept also im
Ernstfall zum Märtyrertum taugt. Alle, die an kein solches Konzept glauben
und stattdessen Systemanalyse betreiben, sind längst weichgekocht bzw.
werden früher oder später weichgekocht sein.
Hallo Schneider,
wieso an ein Konzept der nicht-erfahrbaren Wirklichkeit und nicht an eine
erfahrbare Lebenswirklichkeit glauben?
Der Hinterbänkler hat weiter oben vom Konzept des „glauben müssen“
gesprochen:
'Glauben müssen' - Dinge reflektiert betrachten, also mit Vernunft und
Intuition, und dann bei den sich ergebenden verschiedenen Interpretations-
oder Denkmöglichkeiten nach der innersten Wahl entscheiden, was man
zur Grundlage seines Glaubens erhebt.
Wir haben die Wahl an das zu glauben, was wir wollen. Allein diese Erkenntnis
reicht aus, um sich nicht weichkochen zu lassen.
So glaube ich z.B. an die bedingungslose geistige und körperliche Freiheit
des Menschen. Ich sehe es als Geburtsrecht. Ich bin auch bereit auf viele
Dinge zu verzichten um diese Freiheit zu erlangen. Auch wenn es schwierig
wird, würde ich mich von diesem Glauben nicht abbringen lassen. Wenn ich
den Glauben aufgeben würde, würde ich mich selbst aufgeben, oder das
was mich ausmacht.
Gruß
nemo