Danke @H und @Z für ein Fazit der Spitzenklasse
Für mich in diesem Zusammenhang interessant ist, was Daniel Quinn in 'The
Story of B.' herausgearbeitet hat.Er hat den wichtigsten Gegensatz zwischen Animismus und allen Religionen,
den westlichen wie den östlichen, aufgezeigt:Die Religionen kommen dem Menschen mit dem Konzept der 'Erlösung'.
Sie diagnostizieren, dass der Mensch diesseits im Jammertal, Rad der
Wiedergeburt oder im Leiden lebt und bieten danach auf verschiedene Arten
Erlösung daraus oder davon an.Jammertal und Leiden sind die Bedingungen des Sündenfalls, der
Vertreibung aus dem Paradies des artgerechten Lebens.
Im Anbieten der Erlösung (= Auflösung alles Anhaftenden) aus dem
diesseitigen Leben sind also alle Religionen gleich.
Frieden und Harmonie - ja, aber nicht hier!Der nichtzivilisatorische, wilde, animistische Mensch dagegen lebt nicht
in einem Jammertal.
Und er will keinesfalls erlöst werden.
Er will diesseits leben und Ja-Sagen.
Ja, und das Paradoxe an der ganzen Sache ist, dass der animistische Mensch
am Ende seines Lebens nicht mehr an diesem hängt wie der zivilisierte mit
seinem Glauben, weil ersterer das Leben durchlebt, wogegen der zivilisierte
in religiöser Selbstkasteiung vegetiert
[emphasis added]
Mal wieder der gefickt eingeschädelte Ur-Beschiss.
LG Kurt
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Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.