Das ist eben der Unterschied zwischen notwendigem "gebrauchen" und schädlichem "missbrauchen"
Lieber Zara,
Gell!
Ich weiss nicht, was Du meinst. Die seit Jahrtausenden herrschende Instanz
ist unsere Organisation durch Kirche/Religion und Staat.
Das meinte ich. Zwei prinzipiell unabhängig agierende Machtsysteme, die aber gerne auch zusammen oder auch mal konkurrierend (z.B. Rolle des Vatikan) agieren.
Kirche und Staat konnten seit Entstehung in z.B. Mesopotamien auch unabhängig voneinander organisiert gewalttätig agieren (z.B. Kreuzzüge der Kirche vs. faschistischer und kommunistischer "atheistischer" Irrsinn).
Aber am liebsten tun sie es zusammen und am besten noch in einem Apparat bzw. einem zentralisiert stehenden Machthalter vereint (Priester-König, Pharao Echnaton, König von Gottes Gnaden als oberster Herrführer, Priesterfürsten z.B. in Würzburg, christliche Kanzler/innen in BRD).
Ich sehe es nicht ganz so radikal wie SUCRAM und Hinterbänkler. Ich gehe
davon aus, dass es Verantwortlichkeitsgefühl und 'schlechtes Gewissen'
auch bei den Indigenen gibt, sobald man irgendwie in Verzug gerät, nur
eben in einer weitaus natürlicheren und weniger exzessiven Form. Auch dort
ist man einem Verbindlichkeitsgefühl unterworfen. Auch dort wird
gefordert, und nicht jeder Forderung wird entsprochen. Auch dort gibt es
Zwiespalt und Abwägen bezüglich liefern oder nichtliefern. Ich denke,
wenn ich dies bestreite, dann idealisiere ich die akephalen Gemeinschaften
über Gebühr. Dottores Urschuld-These im Sinne von
Ur-Forderung/Ur-Verbindlichkeit (Ur-Bilanz) hat meines Erachtens noch
niemand überzeugend widerlegt.
Ganz genau.
Schön zusammen gefasst.
THX und liebe Grüße
Silke