Unbegründete Behauptung
Diese religiöse Betrachtung trifft auf Deine Werte-Religion zu: da wird
Schuldigkeit und Verantwortung herbeigeredet, was es jenseits dieser
religiösen Frontenwelten aber gerade nicht gibt.
Das sind wieder einmal Behauptungen über Behauptungen.
Und außerdem unsauber argumentiert. Von Schuldigkeit
war überhaupt keine Rede.
Das hängt mit Verantwortlichkeit zusammen. Mit Verantwortlichkeit werden immer Schuldsprüche und Sanktionen begründet.
Aber wer glaubt, dass der Charakter eines Menschen
feststeht und sich nicht verändern oder weiter entwickeln
kann, der muss Werte als moralisch und religiös betrachten.
Was? Dinge und Charaktere verändern sich ständig. Das ist der Lauf der Welt.
Das einzig Beständige ist der Wechsel.
Das behaupten und glauben alle Religionen und Fronten. Alle glauben
sie,
irgendwelche Werte an sich definieren zu können, und die Werte
der
anderen als falsch. Solches Denken gibt es jenseits der Zivilisation
nicht,
weder bei den Jägern noch bei den Gejagten. Die Welt ist kein
moralisches
Wertekonstrukt; keine Herz-Jesu-Veranstaltung. Im Gegenteil. Da
hilft keine Religion und auch keine esoterische Ersatzreligion.
Das Leben ist an sich schon ein Wert, für den es lohnt
verantwortlich zu sein. Zum Glück gibt es viele Menschen,
die das ebenso sehen.
Unbegründete Behauptung. Jeder frisst den andern, meist unter grosser Leidzufügung. Wo soll da der Wert sein an so einem Schöpfungskonstrukt? Keine vernünftige Intelligenz würde ein derartiges Wert-Konstrukt ersinnen. Buddha sieht das genau so. Das Nichtleben ist dort das wertvollste, was erreicht werden kann. Das Ende des Wollens. "Dies ist das Ende des Leidens". Und nun?
Bestimmt wirst Du behaupten, Du wüsstest es besser.
Grüsse, Zara