Darauf will ich hinaus
Ideologisches Denken führt nämlich zu Fehlschlüssen und
Denkfallen
mit denen alle Ideologen zu kämpfen haben.[/b]
Dann will ich nochmal anmerken, wie hier die Diskussion losging. Ich
warf
in den Raum, dass auf mehrere Probleme oft hingewiesen wird, weil die
Verbraucher nicht mitdenken. Dann kommt TTIP ins Spiel und es wird
behauptet, dass dies den Verbraucherschutz zurückfährt, was stimmt.
Und
ich antworte darauf, dass das doch dazu führen wird, dass mehr
Verbraucher
plötzlich darüber mitdenken müssen. An der Stelle war Ideologie noch
garnicht im Spiel.
Worauf willst Du hinaus, thrive? Diesen, Deinen Beitrag auf den ich mich
bezog, kann man durchaus als Pro-TTIP werten. Und dass bei Dir Ideologie im
Spiel ist, merkt man bereits nach ein paar Zeilen. Du argumentierst und
denkst so monokausal-einfach. Für Deinen Bernadette-Nazi-Vergleich kannst
Du im Grunde nichts.
Hier schreibst Du:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=355023
"Und ihr seit es gewohnt, dass man heutzutage ja etwas links sein muss und
dass man immer Beifall bekommt, wenn man sagt, wie schlimm Monsanto ist.
Und ihr nehmt die, die dann etwas anderes sagen, nicht ernst, weil sie
nämlich a priori gar nicht rational sein können. Sie sind Untermenschen,
gell? Es ist Zeitverschwendung, mit denen zu reden. Sollen sie doch lieber
ins KZ, was?"
...und damit ist im grunde schon klar, was bei Dir schief läuft... Du
rennst einfachen Antworten hinterher: Staat = bäh; Bernadette = Nazi.
Erstens sage ich doch klar, dass ich einer Ideologie folge. Ich frage mich, warum du mir das "vorwirfst", ich sehe da kein Problem. Zweitens gings nicht um Nazis, weil du den Staat befürwortest, sondern darum, dass du von vorn herein sagst, dass manche Standpunkte nicht diskussionswürdig sind. Jetzt kannst du nochmal überlegen, was das genau für ein Standpunkt ist.
So aber nun mal zu den Video Argumenten.
Erstmal generell zur Formalität. Klar, völlig wahnsinnig, wenn man
sich
das als unbescholtener Bürger ansieht, der glaubt, dass es sowas wie
Gerechtigkeit, integere Politiker, etc. gäbe.
...und es geht los. Das monokausale Weltbild mit dem Staat-bäh-Reflex. Du
bist ein One-Trick-Pony, das es schafft jedes Problem dieser Welt auf die
Existenz des Staates zurückzuführen und mit der Lösung anzukommen, alles
zu privatisieren.
Aha. Wo bitte kommt hier meine Aussage aus der Ideologie. Auch wenn ich einer Ideologie folge, ist nicht alles, was ich sage, daraus abgeleitet. Hier ging es ganz klar darum, dass ich - und das ist Empirie - der Meinung bin, dass viel zu viele Menschen sich heutzutage auf Politiker, Experten und Institutionen verlassen. Das müssen im Übrigen nicht mal staatliche Institutionen sein. Klar kannst du dir jetzt noch zusammenassoziieren, dass ich das nur gesagt habe, weil ja die ganze Zeit in meinem Hinterstübchen das Staatsbashing tickt und sich irgendwie Ausdruck verschaffen will - hier eben per Hass auf Politiker.
Ideologisches Denken führt nämlich zu Fehlschlüssen und Denkfallen mit
denen alle Ideologen zu kämpfen haben.
Konkretes Beispiel: (Staat = bäh -> deswegen Wasserversorgung
privatisieren)
Ja, wie gesagt, ich hatte den Text gelesen. Da wurde entgegen der Überschrift kein klarer Schluss gezogen ala Wasserprivatisierung ist nicht im Interesse der Kunden. Was willst du mir jetzt genau mit dem Wasserbeispiel zeigen? Dass es Fälle auf der Welt gab, wo Wasser in öffentlicher Hand besser war als Wasser in Privathand? Durchaus möglich, bzw. stimmt, wenn man den England Fall glaubt. Und jetzt ein drittes mal von mir: Sind in diesen Fällen die wahren Kosten für Wasser in Staatshand mit den Kosten in Privathand verglichen worden. Ich erlebe da nämlich des Öfteren, dass Staatsverschuldung, also Kosten die in der Zukunft anfallen, mal bei Seite gelassen werden, wenn ich mich mit Leuten unterhalte.
Dass die Privatisierung von allem nichts taugt, ist empirisch belegt.
Ja, wo denn? Den einzigen guten Grund, den ich dafür bisher gehört habe, war auch in dem Text und der hieß: Wasserversorgung im Gegensatz zu anderen Produkten ist immer ein Quasi-Monopol, weil nicht mehrere Anbieter Leitungen ins Haus legen. Das sehe ich ja ein, dass das bei Wasser schwierig ist.