Nein, das tut es nicht ..
Mit Schwundgeld (neg. Zinsen) verschwindet das Geld ... und damit auch die darauf basierenden wirtschaftlichen Aktivitäten.
Du hast das sog. Schwundgeld von Silvio Gesell nicht verstanden ...
Bei dem sog. Schwund handelt es sich um eine Art Geldnutzungssteuer/-abgabe, auch Umlaufgebühr (ULG) genannt, welche auf das gZM (ZBGeld), Bargeld wie Giralgeld (Liquidität), regelmäßig (z.B. monatlich o.ä.) von dem FA oder von der staatlichen ZB (Monetative) in der Gesell'schen NWiO erhoben wird.
Diese Geld(nutzungs)steuer wird nicht aus dem System ausgebucht, sondern landet sofort in der Staatskasse und geht von dort via Staatsausgaben umgehend in die Realwirtschaft zurück.
Die umlaufende Geldmenge ändert sich dadurch also zu keinem Zeit nicht im geringsten.
Die ULG, je nach ihrer Höhe, erzeugt einen mehr oder weniger starken Geldausgabeimpuls bei den Geldhaltern. GELD (das gZM) wird in der Gesell'schen NWiO als eine gemeinnützige Einrichtung des Staates verstanden, welche jedoch zunächst erhebliche Vorteile für die Geldbesitzer gegenüber den Warenbesitzern/-produzenten mit folgenschwerem Ungleichgewicht bei den Marktkräften aufweist. Das GELD verdirbt nicht; die Ware tut es aber oder kommt schnell aus der Mode. Deshalb wird eine solche, variable Besteuerung der Geldbesitzer vorgenommen, um deren Marktstellung zu schwächen.
Die Höhe dieser regelmäßig wiederkehrenden Besteuerung/Abgabe, welche einem negativen Nominalzins auf die Liquidität gleichkommt, variiert gemäß S. Gesell insbesondere mit der Preisentwicklung: Bei zu hoher Inflation wird die ULG gegen Null gesenkt, während sie bei drohender Deflation mehr oder weniger kräftig angehoben wird.
Im ersteren Fall erhöht sich in der Regel die Sparquote (= Konsum- & Investitionsverzicht) der Konsumenten und Unternehmer. Im letzteren Fall wird mit der nicht zu knappen Besteuerung eher für ein Netto-Entsparen und verstärkte Güternachfrage gesorgt.
Das ergibt gewiss sehr viel Sinn, volkswirtschaftlich betrachtet. Die heutige EZB hat aus der Theorie von Silvio Gesell viel gelernt, wie man sieht .. wennauch noch nicht genug. Sie, sowie die Wi.politik des Staates, wird allerdings noch mehr davon lernen müssen.
Geldsummen (Kreditsummen) und die darauf basierende Wirtschaft würden nur dann stimuliert, wenn dieses Schwundgeld durch Neuverschuldung überkompensiert würde.
Wie gesagt: Da braucht überhaupt nichts kompensiert zu werden.
Mit Gruß, Beo2