5D-Kino
------- Disclaimer -------
Alles Folgende ist subjektiv, es erhebt - obwohl möglicherweise klar und pointiert formuliert - nicht den Anspruch die Wahrheit zu sein, sondern es sind schlichte Erzählungen oder subjektive Ableitungen aus meinem persönlichen Weltbild.
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Hallo in die gelbe Runde!
Ich möchte meinen Eingangsbeitrag nochmals ergänzen, in der Hoffnung etwas klarer zu werden.
Wie angedeutet habe ich mit der Beschreibung 3D auf 4D eine Analogie von 4D auf ein irgendwie geartetes kommendes 5D gemacht.
Diese Analogie und ihre Grenzen möchte ich nochmals skizzieren:
3D>4D
Ausgangssituation 3D
- Vor-homo-Phase
- Räumliche Vorstellungen
- Fähigkeit die Welt als Raum zu verstehen/navigieren
- Jagdgrundlage: was für die Sinne zugänglich ist
Übergangsphase 3D>4D
- Neue Jagdtechnik: Spuren erkennen, lesen, interpretieren (DAS ist die Ungeheuerlichkeit: nicht mit den Sinnen, sondern mit einem 'Verständnis' zu jagen - geht nur in Kombination von Sinne plus Begrifflichkeit und Rationalität/Vernunft...)
- Implikation 1: Entstehen/Schaffung des Verständnisses für zeitliche und logische Abläufe (=Erfindung der Zeit und Logik, komplexitätsreduzierend)
- Implikation 2: Erfindung/Schaffung der Sprache als Bilder- und Begriffssprache
- Implikation 3: Beginn des reflektierenden Denkens, Fähigkeit Geschichten zu erzählen...
Endphase 4D (gestern)
- Zeitverständnis mehr oder weniger komplett ausgelotet (= Fähigkeit 4D zu navigieren, Kausalität und Funktionalitäten zu verstehen, philosophisches Reflektieren, Debitismus...)
- Ausbildung einer menschheitsübergreifenden Vorstellungswelt von Raum und Zeit 4D
- homo oeconomicus, abhängig vom Staat
Zeitraum zur Herausbildung von 4D für alle Menschen:
ca. 2,5 Mio Jahre
4D>5D
Ausgangssituation 4D (heute)
- = Endphase 4D
- Beginn des Zusammenbruch des auf Rationalität aufgebauten debitistischen Systems / des Staates
- Beginn der Erkenntnis, dass es ein irgendwie geartetes Menschsein in 5D geben wird
- Vision der Möglichkeit bzw. Notwendigkeit eines Bewusstseinssprungs
Übergangsphase 4D>5D (Beginn vor grob 150 Jahren)
- Anderer Begriff für Übergangsphase: Bewusstseinssprung
- Meiner Meinung nach ideal getriggert durch den übelsten denkbaren System-Zusammenbruch im Sinne von 'Krise als Chance'
- Erwartung 1: Entstehen eines neuen unbekannten Navigationsbereichs im AnSich-AllEins-HoloUniversums (komplexitätsreduzierend)
- Erwartung 2: Erfindung neuer bisher unbekannten Fähigkeiten
Endphase 5D
- Nächste evolvierte Menschenart: von Nietzsche 'Übermensch' (Transhomo ? [[freude]] ) genannt
Die Entwicklung des Menschen von 3D>4D hat enorm lange gedauert.
Das sei von mir aus auch dem Übermenschen gegönnt.
Nur nehme ich an, dass mit dem weltweiten Zusammenbruch des Systems etwas besonderes passiert, was in der Evolution bisher einmalig ist:
- Ein totaler Zusammenbruch mit maximaler Fallhöhe
- ...der gleichzeitig reflektiert werden wird
- ...zu einem Zeitpunkt, wo ein Bewusstseinssprung erwartet wird
- Jeder Mensch wird persönlich dermaßen in seiner ganzen Existenz (körperlich, seelisch, geistig...) angegriffen, d. h. alle bisherigen Werte, Vorstellungen, Archetypen, Instinkte werden demontiert.
- Wer überlebt ist offen für ein Neues (Anfänge des 5D)
- Wer nicht offen für das Neue ist, überlebt nicht
Das sind ideale - wenn nicht sogar die bestmöglichen - Voraussetzungen für das Kreieren/Schaffen (komplexitätsreduzierend) eines 5D durch den Menschen.
Das 5D wird das Wissen um ein AnSich-AllEins-HoloUniversum beinhalten, wo es selbstverständlich sein wird, dass Determiniertheit, Kausalität und Logik Ableitungen aus der bisherigen Zeitvorstellung bzw. des kompletten Vernunftapparats des homo sind.
Aus diesem Grund hatte ich im Betreff stehen "Ich möchte provokativ mal einen Versuch machen, die Indeterminiertheit zu retten [[zwinker]]".
Nietzsche hat das in 'Jenseits von Gut und Böse' wie folgt gesagt:
Im "An-sich" gibt es nichts von "Kausal-Verbänden", von "Notwendigkeit", von "psychologischer Unfreiheit", da folgt nicht "die Wirkung auf die Ursache", da regiert kein "Gesetz". Wir sind es, die allein die Ursachen, das Nacheinander, das Für-einander, die Relativität, den Zwang, die Zahl, das Gesetz, die Freiheit, den Grund, den Zweck erdichtet haben; und wenn wir diese Zeichen-Welt als "an sich" in die Dinge hineindichten, hineinmischen, so treiben wir es noch einmal, wie wir es immer getrieben haben, nämlich mythologisch.
Danke für die Aufmerksamkeit und Gruß
Hinterbänkler
*) Für diesen einen Castaneda-Anhänger, dem ich nicht mehr direkt antworten werde, einen kleinen Hinweis: DAS ist das Tonal der Zeit
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Das Nietzsche-Zitat im Zusammenhang:
Jenseits von Gut und Böse - Vorspiel einer Philosophie der Zukunft.
21.
Die causa sui ist der beste Selbst-Widerspruch, der bisher ausgedacht worden ist, eine Art logischer Notzucht und Unnatur: aber der ausschweifende Stolz des Menschen hat es dahin gebracht, sich tief und schrecklich gerade mit diesem Unsinn zu verstricken. Das Verlangen nach "Freiheit des Willens", in jenem metaphysischen Superlativ-Verstand, wie er leider noch immer in den Köpfen der Halb-Unterrichteten herrscht, das Verlangen, die ganze und letzte Verantwortlichkeit für seine Handlungen selbst zu tragen und Gott, Welt, Vorfahren, Zufall, Gesellschaft davon zu entlasten, ist nämlich nichts Geringeres, als eben jene causa sui zu sein und, mit einer mehr als Münchhausenschen Verwegenheit, sich selbst aus dem Sumpf des Nichts an den Haaren ins Dasein zu ziehn. Gesetzt, jemand kommt dergestalt hinter die bäurische Einfalt dieses berühmten Begriffs "freier Wille" und streicht ihn aus seinem Kopf, so bitte ich ihn nunmehr, seine "Aufklärung" noch um einen Schritt weiter zu treiben und auch die Umkehrung jenes Unbegriffs "freier Wille" aus seinem Kopf zu streichen: ich meine den "unfreien Willen", der auf einen Mißbrauch von Ursache und Wirkung hinausläuft. Man soll nicht "Ursache" und "Wirkung" fehlerhaft verdinglichen, wie es die Naturforscher tun (und wer gleich ihnen heute im Denken naturalisiert -) gemäß der herrschenden mechanistischen Tölpelei, welche die Ursache drücken und stoßen läßt, bis sie "wirkt"; man soll sich der "Ursache", der "Wirkung" eben nur als reiner Begriffe bedienen, das heißt als konventioneller Fiktionen zum Zweck der Bezeichnung, der Verständigung, nicht der Erklärung. Im "An-sich" gibt es nichts von "Kausal-Verbänden", von "Notwendigkeit", von "psychologischer Unfreiheit", da folgt nicht "die Wirkung auf die Ursache", da regiert kein "Gesetz". Wir sind es, die allein die Ursachen, das Nacheinander, das Für-einander, die Relativität, den Zwang, die Zahl, das Gesetz, die Freiheit, den Grund, den Zweck erdichtet haben; und wenn wir diese Zeichen-Welt als "an sich" in die Dinge hineindichten, hineinmischen, so treiben wir es noch einmal, wie wir es immer getrieben haben, nämlich mythologisch. Der "unfreie Wille" ist Mythologie: im wirklichen Leben handelt es sich nur um starken und schwachen Willen. - Es ist fast immer schon ein Symptom davon, wo es bei ihm selber mangelt, wenn ein Denker bereits in aller "Kausal-Verknüpfung" und "psychologischer Notwendigkeit" etwas von Zwang, Not, Folgen-Müssen, Druck, Unfreiheit herausfühlt: es ist verräterisch, gerade so zu fühlen, - die Person verrät sich. Und überhaupt wird, wenn ich recht beobachtet habe, von zwei ganz entgegengesetzten Seiten aus, aber immer auf eine tief persönliche Weise die "Unfreiheit des Willens" als Problem gefaßt: die einen wollen um keinen Preis ihre "Verantwortlichkeit", den Glauben an sich, das persönliche Anrecht auf ihr Verdienst fahren lassen (die eitlen Rassen gehören dahin -); die anderen wollen umgekehrt nichts verantworten, an nichts schuld sein und verlangen, aus einer innerlichen Selbst-Verachtung heraus, sich selbst irgendwohin abwälzen zu können. Diese Letzteren pflegen sich, wenn sie Bücher schreiben, heute der Verbrecher anzunehmen; eine Art von sozialistischem Mitleiden ist ihre gefälligste Verkleidung. Und in der Tat, der Fatalismus der Willensschwachen verschönert sich erstaunlich, wenn er sich als "la religion de la souffrance humaine" einzuführen versteht: es ist sein "guter Geschmack".
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...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...
Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'