...kann Dir eher noch ein Mystiker, als ein Soziologe beantworten (& Dürr kann die Frage wenigstens formulieren) EDIT: Campbell-Theory

Lechbrucknersepp, Montag, 24.10.2016, 19:41 (vor 3423 Tagen) @ Kurt4983 Views
bearbeitet von Lechbrucknersepp, Montag, 24.10.2016, 20:31

ich sage [...], dass die Wissenschaft zentrale finale Fragen, also

Rätsel rund um Bewusstsein [...] nicht abschließend geklärt hat.

"Abschließend" lässt sich keine empirische Frage klären.

Ansonsten haben die Altmeister der Systemtheorie (Luhmann, Maturana,
Varela) klare Grundlagen zur Definition von "Bewusstsein" gelegt.

Bitte nicht in den falschen Hals bekommen, aber das finde ich jetzt unfreiwillig komisch, Kurt.

Warum: Mein Standunkt lautet, dass die Physik noch nicht abschließend versteht "was die Welt im Innersten zusammenhält" und "was die Natur von Bewusstsein ist". Das ist der Stand der Dinge und wird von keinem ernsthaft bezweifelt, der in der Materie (Haha) steckt.

Diese beiden Beispiele für grundlegende offene Fragen (und es gibt noch mehr) sind der Grund, warum überhaupt physikalische Grundlagenforschung (z.B. im Cern) betrieben wird.

Und Du willst abschließende Antworten auf diese Fragen unter anderem vom Soziologen Niklas Luhmann erfahren haben... Da fällt mir jetzt auch nichts mehr ein.

Nimm´s mir nicht übel. Aber ich habe den Eindruck, dass Du die Fragestellung nicht in Gänze umrissen hast.

Das ist aber kein Problem. Der Werner-Heisenberg-Weggefährte und ehem. Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik, Prof. Dr. Dürr, hat in dieser berühmten Vorlesung die offenen Fragen an den Schnittstellen zwischen Bewusstseinsforschung, Quantenphysik und klassischer Physik umrissen: https://www.youtube.com/watch?v=oVEQoUynYHk

Ich will nicht vorgreifen, aber u.a. über folgende Fragenvariation wird kontrovers disputiert: Was ist der "Beobachter" in der Quantenphysik und was unterscheidet ihn von lebloser Materie?

Eine Antwort auf diese Frage hat noch keiner gefunden.

Weil Du Luhmann erwähnt hast: Der Soziologe hat diese Frage nicht mal tangiert. Seine Systemtheorie bezieht sich auf die Wirkung von Massenmedien auf die individuelle Weltanschauung. Das ist eine ganz andere Baustelle.

Ich sag mal so: Die Geschichte der Wissenschaft ist eine Geschichte voller Paradigmenwechsel.

Und "Beobachtern" sowie Teilnehmern der Debatte dahinter ist klar: Wo so große Fragen noch offen sind, ist viel Platz für grundlegende Paradigmenwechsel, U.a. Popper hat die Wirkmechanismen dahinter schlüssig beschrieben.

Wer weiß, was bereits unsere Kinder ian der Uni neu lernen werden...??? Vielleicht stehen nicht nur gesellschaftliche und womöglich wirtschaftliche Umbrüche bevor, sondern auch naturwissenschaftliche.

Ist av.a. so eine Frage von Peer-Groups, die bestimmten Theorien wohlgesonnen sind und anderen nicht. Teilweise müssen die erst Wegsterben, bis Umdenken möglich ist. So hart es sich anhört.

Wer weiß heute schon, wo das hinführen wird? Luhmann sicher nicht. :D

Aber vielleicht die "My Big Toe Theorie" des Physikers Thomas Campbell?
[image]

Das Standardmodell ist auch ziemlich verrückt und die größten Fragen (s.o. bleiben offen...)
Mich würde es keineswegs wundern wenn es darauf hinausläuft: https://www.youtube.com/watch?v=OGtPl_QPR-A

Und ich diese Geschichte einst von einem virtuellen Gott verifiziert bekomme.


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