Modell versus Realität

Leserzuschrift, Montag, 24.10.2016, 15:55 (vor 3423 Tagen) @ Zarathustra4969 Views

Das wissen wir aber nicht, ob dem Wetter tatsächlich ein deterministischer Prozess zugrunde liegt.

> Doch, das weiss man bestens, denn man kennt ja die Determinanten.

Nein. Wir kennen nur die Determinanten unseres Modells.
Wir wissen aber nicht, ob dieses (mathematische) Modell die Wirklichkeit vollständig beschreibt.


> Darum lässt sich das Wetter auch je besser prognostizieren, je mehr Determinanten analysiert werden (können).

Was zu beweisen wäre.
Es könnte genauso gut eine "Grenze" geben, ab der wir mit unserer klassischen Denkweise nicht weiter kommen - in Analogie zur klassischen Mechanik, die bei extrem hohen Geschwindigkeiten versagt, weshalb man dann relativistisch rechnen sollte.


> Jedes deterministische Chaos lässt sich nur bis zu einem gewissen Grad berechnen. Ob Billard, Wetter, oder menschliche Handlungen. Das ändert an der Determiniertheit des deterministischen Chaos aber nicht das Geringste.

Ja. Aber woher wissen wir, ob ein bestimmtes Chaos tatsächlich deterministisch ist?

Nur weil wir uns nichts anderes vorstellen können?
Oder weil theoretische Physiker die Welt nur durch eine rosarote Brille aus - per se deterministischen - mathematischen Formeln betrachten?


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