Jagdmethoden
Halte ich für eine ziemlich schwache Argumentation. Den entscheidenden Schritt zur Menschwerdung halte ich die Entwicklung der Bipedie. Nun ist es aber auch eine Tatsache, dass der Mensch ca. 4 Millionen Jahre auf 2 Beinen herumlief, ohne das sich ein nennenswerter Fortschritt in Sachen Intelligenz eingestellt hätte. Auf 2 Füßen zu gehen hat für den Menschen einige Nachteile. Er ist ein eher mäßiger Läufer und ein schlechter Kletterer. Dazu kommt noch, dass die Beckenform einen engen Geburtskanal vorgibt, was die Überlebenswahrscheinlichkeit des Nachwuchses drastisch senkt, insbesondere wenn der Kopf besonders groß sein sollte. Evolutionär muss sich die Bidpedie aufgrund der Systematik des Ganges relativ rasch entwickelt haben (innerhalb von wenigen Generationen).
Gegenüber den zahlreichen Nachteilen muss es aber einen oder mehrere evolutionäre Vorteile gegeben haben. Welche das sind, herrscht mal großes Rätselraten. Einige Forscher behaupten, der aufrechte Gang hilft den Menschen über die hochschüssigen afrikanischen Steppengräser hinwegzublicken und Fressfeinde früher zu erkennen. Ich glaube diese Theorie ist ein ausgemachter Blödsinn. Ich glaube nicht, dass eine gut getarnte im Gras liegende Löwin von einem unserer Vorfahren gesehen werden konnte, bevor diese ihn als geeignetes Beuteobjekt ins Visier genommen hat. Davonlaufen konnten unsere Vorfahren der Löwin nicht, dazu waren sie zu langsam. Den einzigen Vorteil den ich erkennen kann, dass nun die Hände frei sind für andere Verwendungszwecke. Meine Theorie dazu ist, die Hände wurden benutzt, um Steine auf alles was kreucht und fleucht zu werfen. Diese Art von Distanzwaffe gab den spezifischen evolutionären Vorteil, der alle evolutionären Nachteile, die mit der Entwicklung des aufrechten Ganges entstanden sind, aufwog.
Der Mensch ist aufgrund seiner anatomischen Voraussetzungen in der LageCover auf 25 Meter Entfernung ein Ziel mit einem Stein mit ausreichender Kraft zu treffen. Das ist liegt meiner Meinung außerhalb der Angriffsdistanz der meisten afrikanischen Raubtiere. Von Schimpansen wissen wir, dass sie ebenfalls mit Steinen werfen. Nach meiner Theorie wurde der Mensch umso besser im Werfen der Steine, desto mehr er sich aufrichtete. Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen, eine Distanzwaffe zu haben, die auf eine Entfernung von 25 Meter potentiell tödlich wirkt, ist ein verdammt großer evolutionärer Vorteil gegenüber eventuell vorhandenen Nahrungskonkurrenten und Fressfeinden.
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Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?