Überlebenswille und Sonnenwärme

Kurt, Mittwoch, 26.10.2016, 11:24 (vor 3422 Tagen) @ vegan4729 Views

Hallo vegan,

Ja. Nur simulieren wir nicht Determiniertheit (denn diese stimmt mit allen
Naturgesetzen überein) sondern Willensfreiheit (denn diese stimmt mit
keinem Naturgesetz überein).

Deine Sätze hätte ich folgendermaßen formuliert:
"Wir simulieren Determiniertheit leichter, denn diese scheint mit allen
von uns simulierten Naturgesetzen übereinzustimmen. Wir simulieren
Willensfreiheit weniger leicht, denn sie scheint mit keinem unserer
simulierten Naturgesetze übereinzustimmen."

Ja. Sobald jemand ein Modell aufstellt, das Determiniertheit/Willensfreiheit NOCH BESSER in Übereinstimmung mit allen Beobachtungen bringt (=modelliert=erkennt=simuliert), kann dieses Modell dazu dienen, ein NOCH BESSERES Bild von Determiniertheit/Willensfreiheit zu entwerfen (in Deinen Worten: zu simulieren).

Solange es noch kein besseres Modell gibt (woran wir ja jeden Tag arbeiten), verwenden wir die aktuell gültigen Naturgesetze. Diese genügen erfreulicherweise bereits, um Determiniertheit mit Erleuchtung unter einen Hut zu bringen. Rosa Plutohasen sind gar nicht erforderlich.

Die aus meiner Sicht entscheidende Frage bei dem ganzen Zirkus geht
logischerweise auf den Ursprung des Lebens zurück. Denn schon im
allerersten Leben muss ein Wille zum Überleben existiert haben, der ihn
vom Nichtleben unterschied. Dieser Überlebenswille zieht sich wie ein
roter Faden durch die gesamte Existenzgeschichte und dürfte dort, im
allerersten Leben, seinen Ursprung gehabt haben. Ohne ihn hätte es
Lebensentwicklung, wie wir sie heute kennen und ein Teil davon sind, doch
nicht gegeben?

Guter Punkt. Der allererste Überlebenswille resultiert aus der höheren Existenzwahrscheinlichkeit geordneter dissipativer Strukturen gegenüber ungeordneten Strukturen unter permanentem Energiedurchfluss. Der Überlebenswille der selbstorganisierten Bénard-Zelle in der Ursuppe besteht darin, den Energiedurchfluss und damit sich selbst erhalten zu wollen [sic].

Es kommt also einzig auf den Übergang von Nichtleben zu Leben an, aber
welche Ursachen damals gewirkt haben, ob es gar ein irgendwie zufällig
frei gearteter Prozess war, ob Gott es war, wird sich nicht so einfach
klären lassen.

“You start with a random clump of atoms,
and if you shine light on it for long
enough, it should not be so surprising
that you get a plant”

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=345175

Denn auch die Entstehung von Leben wäre ohne die vorherige
Entstehung des Universums nicht möglich gewesen. So geht es dann immer
weiter und weiter und weiter in die Grütze

Warum gibt es Etwas und nicht Nichts

Primär bin ich nur
das, über was ich an mir selbst verfügen kann.

Ja

Und wenn ich zum Beispiel
an meine erbärmlichen Fähigkeiten im bewussten Zugriff auf mein
Unterbewusstsein denke, gibt es da jede Menge Handlungsbedarf im Hier und Jetzt.

Ja. Geistige Ausscheidungen wegkühlen, dann locker machen à la Sigrid und die Bifurkationen determiniert strömen lassen

Gruß
Kurt
[image]

--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.


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