Orwell-Sprech vom Feinsten

Zarathustra, Sonntag, 05.04.2015, 11:10 (vor 3934 Tagen) @ Nico9962 Views
bearbeitet von Zarathustra, Sonntag, 05.04.2015, 11:17

Jene Teile der gelben Community, die sich hier nach und nach

anschließen,

habe ich immer nur als Trolle oder neoliberale bezahlte Sockenpuppen
wahrgenommen...

Nach Konstantin komme ich ins Grüblen: Vielleicht sind wirklich mehr
Leute dabei, die das ernst meinen, als ich dachte...


Von der Tendenz her sehe ich das übrigens eher umgekehrt – aus meiner
Sicht wird dieses Forum mit der Zeit eher 'zivilisierter', d.h., die
fundamentalistischen Auslegungen weichen nach meiner Einschätzung
tendenziell den ausgewogenen.

Weit gefehlt. Die extremistischen Positionen, ein Gutheissen der Organisierten Gewalt (Zivilitis, kollektivistische Vernichtung der Lebensgrundlage unter exponentieller Beschleunigung) wird hier von immer mehr Neuzugängern vertreten, während die Erkenntnisses des Debitismus in den Hintergrund treten. Wir werden zu einem Allerweltsforum. Nahezu alle Welt vertritt den Extremismus in der einen oder anderen Form.

Man könnte bestimmt auch sagen 'liberaler',
nach pre-orwellscher Auslegung des Begriffes. Und das scheint wohl auch
@Zara so zu bemerken, wie auch das von @Chef im Eröffnungsposting
eingefügte Zitat erkennbar macht:

„Endlich gibt @CrisisMaven so richtig Gas
Das ist nötiger denn je! Das Forum steht auf der Kippe und droht,
endgültig der Unterwanderung durch die Mysti(zist)ker anheim zu fallen.
Agnostik gegenüber Bullshit kann man sich jetzt nicht mehr leisten, wenn
das Forum in der ursprünglichen Form gerettet werden soll.“

Diese hier aufgeführten „ Mysti(zist)ker“ , welche also dieses Forum
„unterwandern“, sind nämlich wir. Wer sind wir?

Staatsapologeten (Unterwerfungsapologeten), die den Predigern des Wahnsinns und des Todes auf dem Leim gehen.

Wir sind die politisch
engagierten.

Sehr richtig.

Jedes politische Engagement ist nämlich grundsätzlich
Mystizismus – auch wenn @Zara sicher noch darauf hinweisen wird, das nie
behauptet zu haben (das ist jetzt auch nur meine Interpretation).

Meine Position ist klar. Ein politisches Engagement, das darauf abzielt, bei der Organisierten Gewalt (Staat/Kollektivismus) stehen zu bleiben, ist Mystizistik in Reinkultur, weil irrealerweise den Predigern des Wahnsinns und des Todes geglaubt wird, der Kollektivismus sei ein System, das funktioniert, obwohl er schon tausendmal den Tatbeweis der Dysfunktionalität erbracht hat. Ich verstehe jeden Nordkoreaner und Ukrainer, der wenigstens direkte Demokratie anstrebt. Aber ich verstehe keinen aufgeklärten Demokraten im DGF, der behauptet, dies sei die Basis, unsere und andere Spezies zu erhalten, wo doch jeder sehen kann, falls er es sehen will, dass sich das Gegenteil vollzieht. Immer schnellere Vernichtung der Arten.

Der Grund
ist der „Debitismus“, welcher nach @Zara's Selbstverständnis ja
bedeutet, dass der Mensch in den (Ur-) Wald gehöre. Die theoretische
Grundlage kennt hier jeder unter dem Titel „der Zins fehlt“. Das
glauben aber nur ahnungslose Einfaltspinsel, welche Lichtjahre davon
entfernt sind, den Zins zu verstehen. Wann immer jemand bankrott geht, dann
aus dem einzig möglichen Grunde, dass ihm der Zins fehlt – aus
buchhalterischer Sicht. Wir alle finanzieren mittels des Zinses unsere
Abschreibungen, und bankrott geht nur, wer seine Abschreibungen nicht
finanzieren kann. Der Debitismus ist in Wahrheit eine Geldtheorie, und das
'Der-Zins-fehlt-Theorem' ist ultimativer Ausdruck für
'nicht-kapiert-haben'.

Lachhaft. Der Zins fehlt nur dort nicht, wo es gelänge, an jeden Einzelnen den fehlenden Zins dirigistisch-etatistisch umzuverteilen. Funktioniert nirgends in der realen Welt, auch nicht im Sozialismus/Kommunismus/Idiotismus.

Nein, @Zara sieht hier wohl sehr zutreffend seine Felle davon schwimmen,
weil liberale/ausgewogene/nicht-fundamentalistische Betrachtungen u.a. auch
mit dir, liebe Bernadette, kompetenten Zulauf erhalten.


Ja, Orwell. Applaus für Organisierte Gewalt (Staat) im Allgemeinen und postsowjetische Apparatschiks im Besonderen als ausgewogene, liberale Betrachtungen.

Und wenn @Zara's
Ansprüche nicht fundamentalistisch sind, welche denn dann?

Ja, das Dasein hat ein Fundament; die Vernichtung auch: die Apologetik der Vernichtung durch die Prediger des Wahnsinns und des Todes:

"Ja, ein Sterben für Viele ward da erfunden, das sich selber als Leben preist: wahrlich, ein Herzensdienst allen Predigern des Todes!
Staat nenne ich's, wo Alle Gifttrinker sind, Gute und Schlimme: Staat, wo Alle sich selber verlieren, Gute und Schlimme: Staat, wo der langsame Selbstmord Aller – »das Leben« heisst."

Zwischenzeitlich verbündet sich @Zahra auch schon mit den Esoterikern,

Zum Beispiel?

solange diese nur sagen, dass der Staat weg muss – im selben Atemzug, in
welchem er die von ihm entdeckten Mystiker stigmatisiert. Das war aber auch
schon bei @Silke ähnlich, welche bereits vor einiger Zeit mit „dem Staat
in dir“ argumentiert, so wie es nun auffälliger weise auch @Konstantin
ebenso macht.

Derart mystizistisch (= Glaube ans Irreale) wie die Anhänger der kollektivistischen Vernichtungsideologie können ein Konstantin und eine Silke in ihrem Leben nie sein.

Nur nebenbei stehe ich vielen Themen, welche gerne als
Esoterik subsumiert werden, sehr aufgeschlossen gegenüber.

Insbesondere dem ultimativen Mystizismus, der durch die Prediger des Wahnsinns und des Todes unter die Leute gebracht wird.

Deshalb braucht
man ja noch lange nicht den Kontakt zur Realität zu verlieren, und ich
sehe mich argumentativ auch höchstens nur selten auf solche Bezüge
angewiesen. @Konstantin hätte hier zunächst nur zu begreifen, dass der
„Staat“ erst einmal nur die kollektive Sphäre einer Gesellschaft
bezeichnet. Dieser Ausdruck des Kollektiven soll sich nur an die
Bedürfnisse der Mehrheit anpassen, und nicht an die einer Minderheit –
Demokratie statt Plutokratie. Wir Demokraten werden aber eben auch gerne
mal als Mystiker bezeichnet,

Zurecht, auch wenn ich schweizer Verhältnisse den nordkoreanischen, saudischen und ukrainisch-russischen vorziehe. Direkte Demokratie kann nie ein Ziel sein, sondern höchstens ein Weg in Richtung Ziel: die Aufhebung des Kollektivismus (Idiotismus).

oder in solche Richtung gerückt, weil jeder
der begründen kann, dass die Menschheit gerade wegen dem Debitismus sich
(auch nachhaltig) zivilisieren kann, natürlich ein solcher sein muss.

Die Predigten des Wahnsinns und des Todes konnte man noch nie begründen. Sie bleiben, was sie sind.

Grüsse, Zara


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