Mystischer Urwald
"Der Mensch gehört in den Wald, und sonst nirgendwo hin."
Gut, dass @Zara selbst den Hinweis gegeben hat, sonst hätte ich wohl noch für die Neueinsteiger darauf hinweisen sollen, dass seine Argumentation auch stets nur auf diese Vorstellung zielt.Schließlich könnte jemand auch in die Irre geraten, wenn er denkt, dass @Zara den üblichen Vorstellungen Vorschub leistet.
Jene Teile der gelben Community, die sich hier nach und nach anschließen,
habe ich immer nur als Trolle oder neoliberale bezahlte Sockenpuppen
wahrgenommen...Nach Konstantin komme ich ins Grüblen: Vielleicht sind wirklich mehr
Leute dabei, die das ernst meinen, als ich dachte...
Von der Tendenz her sehe ich das übrigens eher umgekehrt – aus meiner Sicht wird dieses Forum mit der Zeit eher 'zivilisierter', d.h., die fundamentalistischen Auslegungen weichen nach meiner Einschätzung tendenziell den ausgewogenen. Man könnte bestimmt auch sagen 'liberaler', nach pre-orwellscher Auslegung des Begriffes. Und das scheint wohl auch @Zara so zu bemerken, wie auch das von @Chef im Eröffnungsposting eingefügte Zitat erkennbar macht:
„Endlich gibt @CrisisMaven so richtig Gas
Das ist nötiger denn je! Das Forum steht auf der Kippe und droht, endgültig der Unterwanderung durch die Mysti(zist)ker anheim zu fallen. Agnostik gegenüber Bullshit kann man sich jetzt nicht mehr leisten, wenn das Forum in der ursprünglichen Form gerettet werden soll.“
Diese hier aufgeführten „ Mysti(zist)ker“ , welche also dieses Forum „unterwandern“, sind nämlich wir. Wer sind wir? Wir sind die politisch engagierten. Jedes politische Engagement ist nämlich grundsätzlich Mystizismus – auch wenn @Zara sicher noch darauf hinweisen wird, das nie behauptet zu haben (das ist jetzt auch nur meine Interpretation). Der Grund ist der „Debitismus“, welcher nach @Zara's Selbstverständnis ja bedeutet, dass der Mensch in den (Ur-) Wald gehöre. Die theoretische Grundlage kennt hier jeder unter dem Titel „der Zins fehlt“. Das glauben aber nur ahnungslose Einfaltspinsel, welche Lichtjahre davon entfernt sind, den Zins zu verstehen. Wann immer jemand bankrott geht, dann aus dem einzig möglichen Grunde, dass ihm der Zins fehlt – aus buchhalterischer Sicht. Wir alle finanzieren mittels des Zinses unsere Abschreibungen, und bankrott geht nur, wer seine Abschreibungen nicht finanzieren kann. Der Debitismus ist in Wahrheit eine Geldtheorie, und das 'Der-Zins-fehlt-Theorem' ist ultimativer Ausdruck für 'nicht-kapiert-haben'.
Nein, @Zara sieht hier wohl sehr zutreffend seine Felle davon schwimmen, weil liberale/ausgewogene/nicht-fundamentalistische Betrachtungen u.a. auch mit dir, liebe Bernadette, kompetenten Zulauf erhalten. Und wenn @Zara's Ansprüche nicht fundamentalistisch sind, welche denn dann? Zwischenzeitlich verbündet sich @Zahra auch schon mit den Esoterikern, solange diese nur sagen, dass der Staat weg muss – im selben Atemzug, in welchem er die von ihm entdeckten Mystiker stigmatisiert. Das war aber auch schon bei @Silke ähnlich, welche bereits vor einiger Zeit mit „dem Staat in dir“ argumentiert, so wie es nun auffälliger weise auch @Konstantin ebenso macht. Nur nebenbei stehe ich vielen Themen, welche gerne als Esoterik subsumiert werden, sehr aufgeschlossen gegenüber. Deshalb braucht man ja noch lange nicht den Kontakt zur Realität zu verlieren, und ich sehe mich argumentativ auch höchstens nur selten auf solche Bezüge angewiesen. @Konstantin hätte hier zunächst nur zu begreifen, dass der „Staat“ erst einmal nur die kollektive Sphäre einer Gesellschaft bezeichnet. Dieser Ausdruck des Kollektiven soll sich nur an die Bedürfnisse der Mehrheit anpassen, und nicht an die einer Minderheit – Demokratie statt Plutokratie. Wir Demokraten werden aber eben auch gerne mal als Mystiker bezeichnet, oder in solche Richtung gerückt, weil jeder der begründen kann, dass die Menschheit gerade wegen dem Debitismus sich (auch nachhaltig) zivilisieren kann, natürlich ein solcher sein muss. Wir kennen die selbe Nummer schon längst aus den MSM. „Verschwörungstheorie“ wird nun halt gerne in Verschwörungsmystik modifiziert, damit niemand auf die Idee kommt zu glauben, man würde mit den MSM an einem Strang ziehen.
Schöne Ostergrüße
--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...