Was mich daran immer stört
"Geistreiche Reden oder Einfälle gehören nur vor geistreiche
Gesellschaft: in der gewöhnlichen sind sie geradezu verhaßt; denn um in
dieser zu gefallen, ist durchaus notwendig, daß man platt und borniert
sei. In solcher Gesellschaft müssen wir daher mit schwerer
Selbstverleugnung dreiviertel unserer selbst aufgeben, um uns den andern zu
verähnlichen. Dafür haben wir dann freilich die andern: aber je mehr
eigenen Wert einer hat, desto mehr wird er finden, daß hier der Gewinn den
Verlust nicht deckt und das Geschäft zu seinem Nachteil ausschlägt; weil
die Leute, in der Regel, insolvent sind, d. h. in ihrem Umgang nichts
haben, das für die Langweiligkeit, die Beschwerden und Unannehmlichkeiten
desselben und für die Selbstverleugnung, die er auflegt, schadlos hielte:
demnach ist die allermeiste Gesellschaft so beschaffen, daß, wer sie gegen
die Einsamkeit vertauscht, einen guten Handel macht."
Ich will nicht behaupten, eine besonders helle Birne zu sein, ohnehin ist das relativ, und selbst der genialste Mensch auf Erden mag ein Wicht im Angesicht eines 10.000 Jahre älteren Wesens sein.
Darum stört mich die Rede vom Schopenhauer über den Menschen immer ein bisschen. Aber ich muss auch zugeben, wenig von ihm zu kennen. Mir scheint er ein bisschen ein Misanthrop zu sein. Ich versuche immer, das Gute im Menschen zu sehen, dass jeder seinen Weg geht und das auch gut so ist.
Das bisschen Geschwafel von mir dazu. Echt herzallerliebst von mir. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)