Es ist so leicht, missverstanden zu werden... Rechtsformen sind nicht sicher und nicht nachhaltig!

Konstantin ⌂, Waldhessen, Sonntag, 05.04.2015, 08:06 (vor 3934 Tagen) @ Uwe10225 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 05.04.2015, 12:49

Hallo Uwe,

danke, dass Du Dich etwas mit dem Thema beschäftigt hast.
Jedoch bedarf es deutlichen Ergänzungen und Klarstellungen.

wenn ich darauf hinweise, dass alle bisherigen Familienlandsitz-Siedlungen,

Dieser Link führt zu einer sehr kleinen Auswahl an Projekten hauptsächlich im deutschsprachigen Raum und NICHT zu Siedlungen. Von echten Siedlungen sind wir hierzulande noch etwas entfernt.

Viel umfassender ist diese Übersichtsseite:
http://www.poselenia.ru/map

und dazu gehört wohl auch
das Waldgartendorf, in "sicheren" (Rechts-)Staaten eingebettet sind

Hihi, soll ich lachen oder weinen? Welcher "sichere" (Rechts-)Staat soll denn hier sein? Die BRD? Deutschland? Das Deutsche Reich? Ich kenne hierzulande keinen Rechtsstaat, ja noch nicht mal einen Staat. Und irgendetwas gesellschaftliches, dem ich das Prädikat "sicher" verleihen würde, sehe ich auch nicht. Hierzulande erlebe ich Rechtsunsicherheit, Willkür, Gewalt, Korruption und Manipulation auf der einen Seite. Auf der anderen Seite sehe und spüre ich das Land, die Gedanken, die Gedichte also das Land der Dichter und Denker. Hier gehöre ich hin, hier ist mein Beitrag für die Entwicklung passend. Nur deshalb bin ich hier, aber keinesfalls wegen der Illusion einer vermeinlich sicheren Rechtslage.

und Konstantin selbst einen Interessierten darauf hinweist, dass eine
Rechtsform zu beachten sei.

Falsch!

Ich habe eine Frage gestellt. siehe:
http://www.dasgelbeforum.net/mix_entry.php?id=350077#p350095
"Habt ihr schon eine permakulturelle Finanzplanung und Rechtsform?"

Ich wollte wissen, ob die Menschen dieses Vereins sich zu dem Thema Gedanken gemacht haben und welche. Laut der Signatur ihrer email haben sie einen eingetragenen Verein. Gleichzeitig heißt es im Eingangspost: "gemeinnützig".
Alleine diese Kombination sehe ich schon als fraglich an: Wer sich gemeinnützig nennt, sieht dies oft als "gemeinnützig anerkannt vom Finanzamt" und hat sich damit den Geschäftsbedingungen einer Firma freiwillig unterworfen.

Die Frage ist vielmehr, ob es überhaupt eine permakulturelle Rechtsform gibt! Die weitere Frage ist, inwieweit die derzeitige Vorstellung von "Recht" überhaupt nachhaltig funktionieren kann bzw. ob es die Entstehung von nachhaltigem Leben unterstützt oder blockiert. Ich kam mittlerweile zur Erkenntnis, dass alleine schon das Wort "Recht" unbrauchbar für die Zukunft ist, weil es abgeleitet wurde von der rechten Körperhälfte = männliche Körperhälfte im Unterschied zur linken = weiblichen Körperhälfte. Und spätestens seit der Hexenverbrennung wurde das Weibliche geächtet und so wurde das Weibliche zum "jemanden linken" und das Männliche zum "recht/richtig/Richter/Recht"

Das Wort "Recht" ist also schon Ausdruck von Patriarchose.

Wir nutzen auch die Rechtsform des eingetragenen Vereins. Es ist für Permakulturpraktiker normal vorhandenen Müll zu nutzen, um etwas Brauchbares daraus zu gestalten. Doch dabei sind sich Permakulturdesigner bewusst, dass es sich um Müll handelt, der nicht auf Dauer hergestellt wird und daher nur in der aktuellen Lage zu berücksichtigen ist, aber nicht auf Dauer als Rohstoff zur Verfügung steht. Konkret haben wir bei unserer Vereinssatzung diesen Punkt unter Ziele und Zwecke mit aufgenommen, um die Endlichkeit der Rechtsform Verein mit einzubauen:

§ 2 Punkt 5 Selbstauflösung wegen Unnötigkeit
Im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe beabsichtigt der Verein Strukturen zu unterstützen, die den Verein langfristig unnötig machen. Auch wenn die Vervollkommnung des artgerechten Lebensraumes für Menschen, Tiere und Pflanzen (siehe §2 Punkt 3) praktisch ewig fortgeführt werden kann, so ist doch zu hoffen, dass eines Tages die Bewusstseinsentwicklung so weit entwickelt ist, dass für die weitere Fortführung und Verwirklichung der Vereinsziele der Verein als juristische Person nicht mehr gebraucht wird.

Ich habe das Empfinden, dass die alternative,
vermeintlich auch in der Staatenlosigkeit funktionierende Idee unter
"Laborbedingung" - bei weitestgehender Ausklammerung von Störungen
(Rechtsunsicherheiten) - umgesetzt werden können.

Die heftigsten "Störungen" kommen aus dem Inneren der beteiligten Menschen, sofern sie in ihrem Inneren nicht mehr spüren, was passend, stimmig, sinnvoll ist (es fällt schwer an dieser Stelle das Wort "richtig" zu vermeiden).

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"


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