Ja. Naturgesetze werde GEfunden, nicht ERfunden
Entgeht mir eine Erkenntnis oder liege ich gar komplett falsch, wenn ich
aufgrund meiner beschränkten intellektuellen Fähigkeiten die Naturgesetze
einfach als menschliche Beschreibung und Analyse der Kräfte der Natur
sehe?Grüsse Nonpopulo
Hallo Nonpolulo,
genau so verstehe ich Naturgesetze. Dabei betreffen diese die "harten" Wissenschaften wie Chemie oder Physik.
Mathematik ist eine Geisteswissenschaft, hat allerdings aufgrund ihrer logischen Struktur und Bedeutung in den Naturwissenschaften ihre Bedeutung als "Fast-Naturwissenschaft" häufig bewiesen. Selbst Kritiker verwenden die gleiche Logik zur Widerlegung (allerdings nicht so gut).
Dann gibt es die ganzen Geisteswissenschaften, wie Philosophie, Ökonomie, Soziologie - da geht es eher um Meinungen und Ansichten, oft in Verbund mit Fakten oder für Fakten gehaltenen Untersuchungen. Ziemlich unübersichtliches Terrain.
Die Psychologie ist ein "Zwischenfach", irgendwo zwischen naturwissenschaftlicher Grundlage und Meinung.
Ein häufiger Konflikt ist nun der, dass viele Leute glauben: Mein / unser Denken macht die Welt. Statt: Mein Denken / unser Denken bildet sie in einer bestimmten Weise ab, die auch anders sein könnte.
Eine grobe Überschätzung des Denkens.
Doch der Gegenstand ist und bleibt der Gegenstand, der er ist. Egal, in welcher Weise ich ihn in meinem Kopf zuordne. Da geht es eher um die Funktion bzw. die Bedeutung für mich.
Aber in der Existenz der Gegenstände - da scheren die sich halt einen Teufel darum, wie ich oder wir über sie denken. Darüber streiten wir nur in unserer menschichen Eitelkeit.
Aber die Nachkiregsforscher sind Wohlstandskinder - sie halten die Kränkung nicht aus, dass die Realität sich ihren Ansichten nicht beugt. Leute wie Dürr oder von Förster würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie wüßten, zu welchem Unsinn ihre Ideen geführt haben. Buddhisten eher schmunzeln.
Grüße
Mercury