Der kosmische Kicherfaktor
Mir scheint, lieber Hinterbänkler, Du idealisierst das Leben! Das Leben
ist aber nicht ideal, sondern dualistisch. Der natürliche Gegenpol von
Lust ist Unlust. Beides gehört zum Leben.
Auch das ist ein Mem.
Das Leben ist nicht dualistisch, denn zwei gegensätzlich gepolte Dinge
heben sich gegenseitig auf und neutralisieren sich. Wäre das Universum
dualistisch, könnte nichts entstehen. Es braucht eine dritte Kraft des
Ausgleichs, die beide Kräfte miteinander verbindet, so dass etwas
neues daraus erwachsen kann.
So gibt es bei Ja und Nein auch ein Vielleicht. Das Vielleicht ist ein
unbestimmter Faktor, der Ja und Nein neutralisiert und eine dritte
Möglichkeit bietet. Im Dualismus gefangen zu sein bedeutet,
die dritte Möglichkeit nicht zu erkennen.
Lust und Unlust werden aufgehoben, wenn ein dritter Faktor hinzu
kommt wie z.B. Bedürfnisse, Notwendigkeiten usw.
So ist das Handeln sowenig die Lösung, wie das Nicht-handeln.
Erst eine richtige Handlung führt zu der Lösung eines Problems.
Robert A. Wilson nannte es den kosmischen Kicherfaktor. Der
tritt jedoch erst dann auf, wenn beide Pole – positiv und negativ –
gleichzeitig betrachtet werden.
Hier noch ein altes Fundstück aus dem Gelben, das das Problem
beschreibt.
Gruß
nemo