Soweit ich den Debitismus verstanden habe...
Debitismus ist ein anderes Wort für Schuldkreislauf.
Der Schuldkreislauf beginnt mit dem Wirtschaften oder einer Tätigkeit
um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Um eine Tätigkeit ausüben zu können
braucht es eine Ausbildung, eine Wohnung, Möbel, Kleidung, Arbeitsmaterial usw.
Oder eben eine Investition.
Diese muss nun in Vorleistung erbracht werden, d.h. durch Verschuldung.
Denn das Geld ist noch nicht da, weil es noch nicht erwirtschaftet wurde.
Um wirtschaften zu können braucht es eine Investition mit Geld, das es
noch nicht gibt. Sprich Verschuldung. Zusätzlich werden laufende
Forderungen wie Abgaben, Steuern, Miete, Strom usw. fällig.
Dadurch entsteht ein Kettenbrief, bei dem jeder Teilnehmer gezwungen
ist, Nachschuldner zu finden um diese Forderungen zu einer gesetzten
Frist begleichen zu können.
Dies gilt jedoch nur für die Wirtschaft und private Haushalte. Der Staat
ist nicht gezwungen zum Termin alle Schulden zu begleichen, sondern
kann die Tilgung durch Aufschuldung unbegrenzt in die Zukunft
verschieben und zukünftige Generationen dafür haften lassen.
Dadurch wird ein System in Gang gesetzt, bei dem die immer weiter
steigenden Staatsschulden auf den Steuerzahler der Zukunft umgelegt
werden. Der Steuerzahler haftet also nicht nur für seine eigene Investition,
sondern gleichzeitig auch für die Staatsausgaben.
Dies zwingt jeden Teilnehmer, ständig weiter zu wirtschaften um
in einer fernen Zukunft alle Schulden tilgen zu können. Es entsteht
ein permanenter wirtschaftlicher Wachstumszwang zusätzlich zur
Schuldenlast.
Sobald kein Wachstum mehr stattfindet, ist das System am Ende
und die Schuldenlast wird neu verhandelt. Wie auch immer.
(Wenn jetzt eine Millionen neuer Menschen ins Land kommen, dann
ist das eine Maßnahme um weiteres Wachstum zu generieren.)
Gruß
nemo