Definition
Der Debitismus beschreibt die Notwendigkeit der Fremdfinanzierung, damit Vermögen enstehen kann. Auch der Mensch vermag nichts aktives ohne eine Vorfinanzierung zu leisten. Jedwedes Mittel muss für seine Aktivierung (Vermögenheit) vorfinanziert werden.
Es ist der Kapitalismus, der diese Notwendigkeit der Vorfinanzierung (Verschuldung) aufgrund fehlender Eingehung auf die Zeitabläufe unserer Realität, ausklammert und damit den Eindruck erweckt, als könne das Mittel ohne seine Finanzierung aus der Zeit entspringen, als müssten Anfangs oder später nur genügend Mittel in die Welt "gebeamt" werden. Der Debitismus erklärt, dass jeder Herstellung, jeder Zucht/Lehre bzw. Beschaffung eines Mittels (Vermögen) eine Finanzierungszeitspanne vorausgehen muss.
Es geht um den Zeitbedarf eines jeden, darum, den Mangel an Zeit als Antriebkraft der Verschuldung zu erkennen. Weder ein Säugling kann warten, bis er sich selbst die Früchte pflücken kann, noch ein heute zur Abgabe Pflichtiger kann warten, bis er vermögend genug ist und den Abgabetermin selbst bestimmt.
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Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.