Täter und Opfer
In einer debitistischen Welt regiert der Zwang, der Termin, die Sanktion,
Soll, die Last, die Schuld - wie die Bezeichnung es treffend ausdrückt -
Debit.
http://www.dict.cc/englisch-deutsch/debit.html
"Der Debitiv ist ein Verbalmodus des Müssens".
Aber sortiere mal bitte bei Gelegenheit weiter, weil die Idee der inneren
Lösung aus debitistischem "Zwangs"erleben imho. die bessere persönliche
Verbesserungsstrategie im Vergleich zur Flucht ist.
Hallo Silke,
ich bin mir zu gut für den Debitismus. Darauf will ich hinaus.
Weißt Du ich bin noch bei der Situation der Penner.
Der von Dir richtig formulierte Zwang durch die OG (meinst Du damit die Organisierte Gewalt?) wird nur durch unser anerzogenes/verinnerlichtes/sozialisiertes Bedürfnis nach 'Verpflichtung' zur staatstragenden Funktion. Meine Formel diesbezüglich: Wir alle wollen Staat. Besser und provokativer wäre vielleicht sogar: Wir alle wollen Organisierte Gewalt. Mit der Eigenschaft der Unfolgsamkeit z. B. von Pennern oder Aborigines ist halt kein Staat zu machen.
Damit es 'zum System' wird, braucht es beide Seiten: Täter und Opfer. Unser Anteil ist die Opferhaltung in Form von Verpflichtung.
Ist es so vielleicht besser:
"Debitismus ist Denken und Handeln in Kategorien von Versprechen und Verpflichtung."
Danke und Gruß
Hinterbänkler
edit: 1 Komma
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...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...
Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'