Kollektivismus ist die Pervertierung des Kollektivs
Diese hier aufgeführte „Überlegenheit“ rüht aus der höheren
Produktivität in der so bezeichneten „Eigentumsgesellschaft“, und
„besitzen“ kann man Dinge, die zuvor produziert wurden, wie auch Dinge,
die selbst Dinge produzieren (Produktionsmittel). Wo es keine
Produktivität gibt, da gibt es also auch keinen Besitz – keinen
nennenswerten. Mitnichten hat sich also das Eigentum bloß zu dem Besitz
dazu-gesellt, wie es Heinsohn darstellt – als „zweite
Einkommensquelle“ gar noch.
Doch doch, lieber Nico, und zwar in gewaltigem, exponentiell wuchernden Ausmass.
So bedeutet die hier angesprochene Stammesgesellschaft auch ein
sozialistisches System, und Sozialismus bedeutet, dass die
Produktionsmittel verstaatlicht sind – woraus sich im Widerspruch zu
Heinsohn die Abwesenheit des Besitzes erneut ableitet.
Heinsohn schreibt hier im Gegensatz zu Dir nichts von Stammesgesellschaften, sondern zutreffenderweise von Stammesgemeinschaften. Stämme bilden keine Gesellschaft und keinen Staat. Der Sozialismus ist die Pervertierung sozialer Gemeinschaften: deren Verstaatlichung, Bevormundung und Unterwerfung durch organisierte Gewalt.
Eigentum basiert auf
einem starken Besitzrecht, und Eigentumsrechte erklären sich vollständig
aus der Veräußerung von Besitzrechten. Heinsohns zusätzliche
Einnahmequelle mutet geradezu absurd an. Zu wessen Lasten geht denn das
zusätzliche Einkommen?
Zulasten der Freizeit.
In diesem Rahmen habe ich nun auch deiner vorangegangenen Feststellung
über den „Kollektivismus“ zu widersprechen, lieber Zarathustra, welche
dein Heinsohn- Zitat beweisen sollte.„Debitismus ist die Beschreibung des … Kollektivismus im allgemeinen
und des Kapitalismus im besonderen.“Nein, die von dir favorisierte Stammesgesellschaft
Gibt es wie erwähnt nirgends.
bedeutet zweifellos
selbst den wirtschaftlichen Sozialismus in dem das kollektivistische
Element überwiegt.
Stämme wirtschaften bekanntlich nicht. Sie sind autark.
Beste Grüsse, Zara