Kinder / Wir gehen üblen Zeiten entgegen
Hallo,
wahrlich, wir gehen üblen Zeiten entgegen.
In dieser Diskussion geht es um den „Verlust“ wahrer Werte und da sind „Schuldige“ allzu leicht ausgedeutet. Diese ganze Gesellschaft rauscht den Bach runter und beim panischen Atemholen werden schon die ersten Armbindenträger benannt. Nicht etwa nur symptomatisch, sondern teils sehr konkret als Person.
So ist das in solchen Zeiten!
Die Herren der Schöpfung erinnere ich daran, dass nach dem anzustrebenden Mutterverdienstkreuz wir alle uns den Heldenorden an männlicher Brust zuwenden werden!
So ist das in solchen Zeiten!
Panisch wird erkannt, was alles so schief lief, um dies Schlamassel anzurichten und am allerliebsten natürlich das, was ANDERE so alles falsch machten.
Wir haben ALLE so manches vermurkst, auch das war halt so, in den bisher Zeiten.
In einem Börsenforum wird über Debitismus einiges erkannt, Schwamm drüber, in diesen Zeiten war da Geld zu machen.
Man geht einkaufen, weil man nicht genug selbst anbaut, kein Bauer mehr weit und breit und der Wochenmarkt viel teurer als der Discounter, Schwamm drüber.
Handy und sonstig Elektronik ist notwendig um zu bestehen; dass in Afrika und China ect. die Arbeitsbedingungen dafür gaaaanz übel sind, ist blöd, aber was will man machen, also Schwamm drüber.
Das Fleisch wird im TierKZ gezüchtet und gemordet, das übrige kommt, was weiß ich woher und die Vegetarier essen halt genmanipulitertes Tofu, Schwamm drüber.
Wer Steuern zahlt, wünscht sich das zwar zum Allgemeinwohl, dass davon auch Politdarsteller und Bomben und U-Boote sonstwo bezahlt werden, ist ärgerlich, aber, was will man machen, Schwamm drüber.
Wer wenig Steuern zahlt, unterstützt da kaum Falsches, aber eben auch nicht die darniederliegende Bildung und regt sich über schlechte Straßen auf.
Wählen kann man, wenn die dann anderes machen, als man dachte, wählt man halt anders, auf das die dann anderes machen, als man dachte oder gar nichts, Schwamm drüber.
Und so weiter, die Liste ist tatsächlich äußerst umfangreich.....
Kurz: Wir alle leben in nekrophilen Zeiten und dann ------ kann man sich dezidiert darüber auslassen, dass Frauen, wie Männer da keine Kinder bekommen wollen oder können? Geht's noch? Das kann man tun als Feststellung zur allgemeinen Symptomatik dieser Zeit, DA hat das seine Berechtigung zur Festlegung in Wertigkeiten.
In der Schuldzuweisung zum Niedergang sollte sich dann aber ganz entschieden JEDER mal an der eigenen Nase packen.
Wir sitzen alle in einem Boot. Die Eine tat dies, Jener das Andere und die allermeisten alles, wie das halt so war in diesen Zeiten. Und so wie sich das hier abzeichnet, werden auch in den kommenden Zeiten, die allermeisten dann halt das so tun, wie das halt so ist in solchen Zeiten.
Gruselig!
Der Weg zur Rettung, wenn dies Schiff dann kentert, geht nur über ein sehr vollumfängliches Erkennen, was da alles schief lief.
Nicht etwa wegen der Schuldzuweisung, sondern wegen der Wendung!
Vor der Zeit bis dahin graut es mir besonders.
Für die, die übrig bleiben: Man sollte wissen, wo man hin will, wenn man sich erneut auf den Weg macht- Mit Schwamm drüber über die eigenen Balken vorm Hirn wischend, wird das nicht mal dann was werden.
Freundliche Grüße von Sigrid
P.S.: Ich hab drei Kinder, dahingehend schuldig unbefleckt, den Nachzügler (gesund) mit 43 Jahren natürlich empfangen. Wer sich traute, mir dazu etwas zu sagen, fand das befremdlich bis anstößig, Schwamm drüber.