Angst ist ein schlechter Ratgeber (bei der Familienplanung)
@Blue:«Als ich auf die Welt kam, zählten wir 3,5 Milliarden Menschen.
Als ich in das Alter kam, um eine Familie zu gründen, gab es schon sechs Milliarden. In der Zwischenzeit war Tschernobyl explodiert, der Aralsee fast verschwunden und Madagaskar zu 90% von seinem Regenwald befreit, […]»
3,5Mrd Mitte der 60er … Berlinkrise, Kubakrise, Vietnamkrieg, …
![[image]](http://www.20min.ch/interaktiv/population/bilder/01.jpg)
Hallo, @Blue,
danken möchte ich für Deine Darstellungen, aus der Du persönlich Deine Gründe für die Ablehnung eines Kinderwunschs herleitest.
@Silvia bringt es jedoch m. E. auf den Punkt, wenn Sie in Ihrem Beitrag formuliert: «Für Kinder ist nie die richtige Zeit - und doch immer.».
Doch Du beschreibst m. E. allein im Punkt 4 eine Reihe von allgemein gültigen Punkten für die Bundesrepublik (es gibt andere Kulturkreise, für die diese Argumentation wohl eher nicht zählt), wenn Du aufzählst: «Ausverkauf von individuellen Lösungen […], der Verfall unseres Bildungssystems».
Jedoch meines Erachtens wichtiger scheint mir der Untergang der Möglichkeit einen generationsübergreifenden weitestgehend auch selbständig funktionierenden "Familienverband“ in unserem System zu gründen bzw. zu erhalten, der durch die pure Anzahl der Individuen, der Verstädterung (insb. in Großstädten) und der Technologieveränderung der Arbeitswelt beschrieben werden kann. Diese Entwicklung setzt natürlich nicht erst Mitte der 60er Jahre (Berlin-, Kubakrise, Vietnamkrieg, 68er) ein und wurde mit der Wiedervereinigung (1990) erneut verstärkt, wie es vielleicht die nachfolgende Grafik suggeriert:
![[image]](http://www.dasgelbeforum.net/img/up/user/160211uwe.jpg)