Ergebnis der medizinischen Entwicklung (edit)

Mercury, Donnerstag, 11.02.2016, 19:32 (vor 3649 Tagen) @ SevenSamurai6992 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.02.2016, 19:36

Es gab auch in der "guten alten Zeit"(TM) Menschen, Männer wie Frauen, die
keine Kinder hatten. Jeder, der über 60 ist, dürfte so einen Onkel oder
so eine Tante in der Familie gehabt haben.

Denen wurde aber nicht gesagt: Du bekommst keine Rente, sieh zu, dass du
verhungerst, weil du keine Kinder hast.

Die mangelnde Solidarität ist etwas ganz neues. Und genau ist auch der
Zusammenhalt bei z.B. einer Demo gegen Invasoren gleich Null.

Das ist nicht "mangelnde Solidarität", sondern ist Ergebnis der medizinischen Möglichkeiten
So wie die verlängerte Lebenserwartung die Rentenalter verändert, lebenserhaltende Maßnahmen ein Patiententestament und Hospize erzwingt, eine Pflegeversicherung sinnvoll macht, so erzwingen gerade die einfachen Verhütungsmöglichkeiten wie die Pille Anpassungsschritte.

"Früher" waren die meisten Menschen ohne Kinder ungewollt kinderlos, die mit Kindern teil mit Wunsch- und teils mit Zufallskindern "gesegnet".
Zufallskinder sind heute weniger, dafür viele bewußt kinderlos - gerade der akademischen, recht gut verdienenden Schichten, die später entsprechend hohe Renten beanspruchen. Wie stark die Schieflage ist (da sie ja auch etwas höhere Rentenbeiträge zahlen), müsste genau untersucht werden.

Diesem Wandel ist Rechnung zu tragen.

Grüße

Mercury

Edit.: Früher hat sich die Horde um die Kinder geschart und sie beschützt. Nicht die Familien um die Singles. Also wenn, dann ist die Solidarität mit den Kindern gefragt, nicht umgekehrt. Ein m.Mn. seltsamer Solidaritätsgedanke, auch in Bezug auf eine "nationales" Gemeinschaft.

--
„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich


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