" Für Kinder ist nie die richtige Zeit - und doch immer"

stocksorcerer, Donnerstag, 11.02.2016, 14:22 (vor 3649 Tagen) @ Sylvia7927 Views

Schönes Statement,

gefällt mir gut.

Ich kann den Gedankengang von Blue an manchen Tagen recht gut nachvollziehen. Das kann vermutlich jedes Elternteil. Denn eins ist mal klar:

Wenn man erst mal Kinder hat, ist das Leben ein völlig anderes. Man selbst hört auf, sich im Mittelpunkt zu fühlen und man fühlt sich von einem aktiven auf einen passiven Platz verbannt.

An starken Tagen ist man von Sinn und Liebe erfüllt, an schwachen Tagen hat man Momente, in denen einem in den Sinn kommt: "Wieso hast du das bloß getan?"

Ich denke, man kann dieses Thema nicht nur rein rational greifen und nicht bloß mit einer Pro- und Kontraliste entscheiden. Es kommt eben so oder es kommt nicht so.

Aber dass es auf der Welt eine gewisse Anzahl von Menschen gibt oder dass es auf der Welt Katastrophen gibt, die teils durch Menschenhand entstanden sind, ist für mich kein stichhaltiger Grund für oder gegen eine Entscheidung für die eigene Familienplanung.

Vielmehr ist es vielen Menschen, die Kinder haben, deutlich wichtiger, korrigierend in Mißstände und Irrwege eingreifen zu wollen, weil man eine deutliche Verantwortung für die Zukunft und kommende Generationen spürt, wenn das "eigene Fleisch und Blut" betroffen ist.

Ich persönlich denke, dass uns hier in Deutschland eine ganze Menge erspart geblieben wäre, wenn die geburtenschwachen Jahrgänge einfach erst gar nicht gekommen wären. Die Fehler dafür sind in der Politik zu suchen und in falschen steuerlichen Weichenstellungen. Jeder Bürger, der keine Nachkommen hat, hätte deutlich härter besteuert werden müssen und es hätte massive Anreize geben müssen, Kinderwünsche zu fördern. Da hätte ein Gehalt bei den Eltern halt reichen müssen!

Die Staatsverschuldung ist in den letzten 12 Jahren fast auf das Doppelte gestiegen. Für alles ist Geld da, für Bankenrettung und für Erpressernummern wie Erdogan, für die blödsinnige Alimentierung Immigrationswilliger, letztendlich für die Finanzlobby andienende Weichenstellungen. Für die Volkswirtschaft, für die deutschen Bürger, ist nichts da. Totalversagen! Immer falsche Anreize, immer auf die falschen Ideengeber gehört!

Niemand hat einen "Generationenvertrag" unterschrieben. Aber seit jeher sind am Ende die Kinder für die Eltern verantwortlich, wenn die Eltern im Rentenalter sind. Da spielt es keine Rolle, dass die Industrie uns mittlerweile die Großfamilien ausgetrieben hat und man höchst selten unter dem Dach der Kinder sein "Gnadenbrot" fristet. Aber die Verantwortung ist nicht aus der Welt.

Wer keine Kinder hat, für Leben, Erziehung und Bildung von Kindern nichts berappen musste, muss vor seinem Rentenalter dafür ordentlich zur Kasse gebeten worden sein, damit jemand anders sein Altwerden trägt. Meine Meinung.

Und wo bleibt der Sinn des Lebens, wenn man ihn nicht in seinen Nachkommen findet und probiert, der folgenden Generation die Welt als so lebens- und liebenswert zu hinterlassen, wie es bloß geht?

Gruß
stocksorcerer


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