Alles höchst wichtig
Du oder Sie sind, genauso wie "wir" ein Mensch mit Emotionen, Hoffnungen,
Ängsten, Wichtigkeiten und Unwichtigkeiten. Im Endeffekt werden wir alle
zu Staub, ganz gleichgültig, wie wir gelebt haben. Für mich ist das
befreiend! Dass ich völlig unwichtig bin, das habe ich in dem letzten
Jahrzehnt gelernt. Ich habe es akzeptiert. Es gewährt mir Freiheit.
"Früher" war ich der Ansicht, ich sei wichtig. Inzwischen weiß ich: Wenn
ich morgen sterben würde, dann wäre das wohl für niemanden ein großer
Verlust, obwohl ich mein ganzes Leben sehr viel gearbeitet habe, mich sehr
engagiert habe und vielen Menschen "geholfen" habe.
Hallo Olivia,
sagen Sie ruhig "Du". Ich mach das nur, weil ich mir einbilde, damit eine gewisse Distanz zum Geschehen wahren zu können. Emotional und so, Sie verstehen.
" /> Hier sind so viele wirklich kluge Köpfe versammelt, da möcht ich auch gern so sachlich wie möglich sein.
Zum Thema: das Wichtige und Unwichtige.
Ich bin ein Fechter für die Theorie, dass wir alle letztendlich reine Information sind. Irgendwo weiter oben erwähnte ich die These, dass das Universum jede Information benötigt, die es bekommt. Zu "meinem" Universum gehört auch das Wissen um eine "feinstoffliche Ebene", die uns durchdringt. Wir sind mehr, als die Summe unserer Atome, jede Erfahrung zählt.
Meines Erachtens tun wir das, was wir uns "drüben" einmal ausdachten.
Freilich, in unserer Zeit, in der das Augenmerk in der Hauptsache auf die materielle Welt fällt, gelten Meinungen wie die meine wohl manchmal auch als "spinnert". Sei es drum. Unwichtig ist vielleicht, ob eine Tasse zerbricht. Aber auch kann sie ein größeres Unglück verhindern, weil man in der Küche ist und das Kehrblech holt, während nebenan ein Auto ins Wohnzimmer rauscht.
Ich meine, dass überhaupt gar nichts unwichtig ist, dass jeder Augenblick absolut einzigartig ist, dass niemand denselben Standpunkt, wie ein anderer hat, usw, usf.
Wenn man sich mal eine Stunde oder auch hundert Zeit nimmt und ganz genau über die seltsamen Vorgänge nachdenkt, die uns eigentlich Leben machen, dann drängt sich eben das Gefühl auf, dass wir Teil eines unfassbaren Ganzen sind und das dieses Ganze auch jeden von uns braucht. So wie er ist, mit der Aufgabe, die er erfüllt, oder vielleicht auch nicht; manchmal ist es ja auch so, dass man erst merkt, etwas gefällt einem nicht, wenn man es anfängt.
Weiß nicht, ob das stimmt. Ich fühle es halt. Das Leben auf die Materie und den Staub zu reduzieren, ist einfach zu wenig. Ja, die Körper zerfallen, gehen in die Erde ein. Aber die Seele, die ist für mich definitiv existent und sie macht das alles nur, weil sie Fragen beantworten und Informationen sammeln will.
Liebe Grüße
Blue