ad Marktsättigung
Hallo Zarathustra
Aus Aufschuldung und unbehinderter, kreativer Zerstörung bestehender
Assets samt den damit verbundenen Schulden/Guthaben. Wo dieser Prozess
verhindert wird (Etatismus), wird auch Wachstum verhindert.
Naja, ich würde periodisch auftretende Crashs nicht unbedingt als "Wachstum" bezeichnen. Aber ich geb dir schon recht, dass die Staatseingriffe zur Verhinderung dieser Marktbereinigungen erst zu den heutigen, alles an sich raffenden Monsterkonzernen und Monsterbanken mitsamt ihrer Systemrelevanz geführt haben.
Noch bessere Smartphones? Noch teurere
Autos? Ein Zweithaus? Die Gesellschaft ist gesättigt.
Das halte ich für ein Gerücht, und nicht nur ich:
Auch Dottore will den User Joan nicht verstehen. Es geht nicht um Marktsättigung als solche (die ist nicht möglich), sondern Konsum-Sättigung auf einem hohen Niveau, d.h. dieses "noch mehr und immer mehr wollen" hat irgendwo seine physiologische (der Mensch kann nicht mehr fressen als er fressen kann), seine zeitliche (der Tag hat nur 24 Stunden. Wieviel will man noch arbeiten, ergo "wirtschaften", um dann in seiner kurzen Freizeit rauschhaft zu konsumieren) und psychologische Grenze (Nach der Dekadenz wieder Besinnung auf das Wesentliche im Leben).
Genau nach diesem "Mehr" verlangt aber der Debitismus. Und so wie er zur Stunde Null in einem völlig zerbombten Deutschland sein Wirtschaftswunder vollbringen konnte, stößt er heute an seine Grenzen.
Warum sollten Märkte, nach zehntausend Jahren Debitismus, ausgerechnet
jetzt gesättigt sein?
Sie waren schon oft genug gesättigt. Der dekadente Lebenstil und die Bäder der Römer haben den Debitismus auch nicht mehr befeuert, weil es noch mehr Dekadenz bedurft hätte oder irgendeiner Basisinnovation, um noch einmal den wirtschaftlichen Motor auf Hochtouren fahren zu lassen. Genau da stehen wir heute auch und folgen wird nur noch wirtschaftliches Siechtum.
Beste Grüße
Phoenix5