Der erste Teil klasse - der zweite leider nicht

azur, Dienstag, 05.05.2015, 01:22 (vor 3907 Tagen) @ Rybezahl5222 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 05.05.2015, 01:26

Hallo Rybezahl,

so schauts aus:

Denn wer garantiert dem Eigentümer das Eigentum? Wenn er selbst es nicht
ist, dann doch der Staat. Wenn er selbst es ist, dann durch Macht, durch
Waffen, durch Soldaten. Hat er die nicht, braucht er den Staat, der Macht,
Waffen und Soldaten (bzw. Beamte) hat.

Allerdings wird man auch in failed states Anspruch auf "zu-einem-gehören" erheben.

Und Du kannst mit Deinem Eigentum auch von Staat zu Staat wandern. Wer in z. B. den USA etwas kauft, dem gehört es noch hier. Wenn einem Ami hier seine z. B. Kamera gestohlen wird, dann kann er die hiesige Rechtsordnung bemühen usw.

Das stimmt so nicht:


So gesehen ist der klassische Eigentümer der kleinste mögliche Staat

Der Staat ist eine gesellschaftliche Struktur und ein Machtapparat. Ein Teil ist nicht das Ganze.

Da muss nichts vermischt werden. Kann gar nicht.

Der Eigentümer hat eine Verfügungsgewalt, wie der Staat sie noch in ganz anderer Hinsicht hat.

Auch leider falsch:

der Staat im heutigen Sinne der geilste Eigentümer, den man sich denken
kann.

Nicht vergessen: Ihm gehört nur sein Eigentum. Nicht das anderer, ob Bürger oder Tourist.

Auch alte Staaten hatten das Vermögen in das Eigentum von anderen einzugreifen. Das ist nicht erst bei Staaten im heutigen Sinne so.

Viele freundliche Grüße

azur


Nachtrag: Seit quasi Ewigkeiten fahren Seeleute mit fremden Schiffen oder bauen Bergleute fremdes Erz ab oder schaffen im Frohndienst.

Selbst das Wirtschaften auf einer Allmende ist davon geprägt, dass die Besitzenden darüber nicht wie Eigentümer verfügen können, weil sie es nicht übertragen können.

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.


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